Medizin Chefärzte fordern klare Anlaufstellen

Im Schockraum der Zentralen Notaufnahme in der Geislinger Helfenstein-Klinik werden schwer verletzte Patienten erstversorgt. Doch viele der Patienten, die in die Notaufnahme kommen, haben keine lebensbedrohlichen Beschwerden.
Im Schockraum der Zentralen Notaufnahme in der Geislinger Helfenstein-Klinik werden schwer verletzte Patienten erstversorgt. Doch viele der Patienten, die in die Notaufnahme kommen, haben keine lebensbedrohlichen Beschwerden. © Foto: Sabrina Balzer
Kreis Göppingen / Isabelle Jahn 09.08.2018
An den Kliniken in Geislingen und Göppingen kommen immer mehr Patienten in die Notaufnahme. Chefärzte wollen eine gezieltere Lenkung.

Die Zahl der Patienten in den Zentralen Notaufnahmen (ZNA) der Helfenstein-Klinik in Geislingen und der Klinik am Eichert in Göppingen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen: Zählte man 2010, im Jahr der Eröffnung der Notaufnahme in Göppingen, noch 28.000 Patienten, sind es mit 60.000 im Jahr 2017 mehr als doppelt so viele. In Geislingen ist die Entwicklung ähnlich, in der ZNA der Helfenstein-Klinik zählte man im vergangenen Jahr 25.000 Patienten.

 Die Verantwortlichen der beiden Notaufnahmen sehen die Ursache unter anderem darin, dass Patienten nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen. Sie befürworten eine engere Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten und Klinikärzten und klare Anlaufstellen. Die Zunahme an Patienten in der ZNA fordert nämlich nicht nur die Ärzte heraus und bringt lange Wartezeiten mit sich, sondern belastet die Kliniken auch finanziell.

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Ersteinschätzung vor der Behandlung

In den Zentralen Notaufnahmen der Alb-Fils-Kliniken in Geislingen und Göppingen werden Patienten nach dem Manchester-Triage-System eingeschätzt. Dafür geschulte Fachkräften stellen dem Patienten Fragen zu seinen Beschwerden. Er bekommt eine von mehreren Farben zugewiesen, die für einen bestimmten Zustand stehen und dementsprechend die Dringlichkeit der Behandlung anzeigen.

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