Amt „Der soll wieder 32 Jahre halten“

Der neue Schultes Sascha Krötz, seine Partnerin Elena Kopp, Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Moll und Vorgänger Paul Schmid (v.l.).
Der neue Schultes Sascha Krötz, seine Partnerin Elena Kopp, Bürgermeister-Stellvertreter Kurt Moll und Vorgänger Paul Schmid (v.l.). © Foto: Staufenpress
Schlierbach / Volkmar Schreier 12.09.2018

Einmal mehr platzte die Dorfwiesenhalle aus allen Nähten. Das Interesse der Schlierbacher an ihrem neuen Bürgermeister Sascha Krötz ist riesig. Mit langem Applaus wurde der neue Bürgermeister begrüßt, nachdem er den Amtseid abgelegt hatte. Viele Glückwünsche und gute Ratschläge gaben ihm die Festredner zu seinem Start mit. „Das Amt des Bürgermeisters mit seiner großen Breite an Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten ist eines der schönsten Ämter im ganzen Land“, so Landrat Edgar Wolff. „Kein Amt ist näher dran am unmittelbaren Umfeld der Bürgerinnen und Bürger.“ Doch diese Nähe könne auch schwierig werden, wenn einander widerstrebende Interessen ausgeglichen werden müssten. „Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß: Das sind die drei Dinge, die ein Bürgermeister braucht“, umriss er die Kernkompetenzen eines Bürgermeisters. „Sie werden sie brauchen.“ Die Wahl zum Bürgermeister sei ein Auftrag, den es zu bewältigen gelte. „Dafür wünsche ich Ihnen Kraft, Elan und Fingerspitzengefühl“, so der Landrat.

Donzdorfs Bürgermeister Martin Stölzle sprach für die Bürgermeister des Landkreises. Ein Bürgermeister müsse viele Fähigkeiten mitbringen, um erfolgreich zu sein. Dazu gehörten unter anderem Bürgernähe, ohne anbiedernd zu sein, Kompetenz in Fachfragen, Ideenreichtum und die Fähigkeit, ein offenes Ohr für die Belange der Einzelnen zu haben, ohne das Ganze aus dem Blick zu verlieren. Kurz: „Der Bürgermeister ist eine Mischung aus Bierzeltkönig und Manager“, gab Stölzle seinem neuen Amtskollegen augenzwinkernd mit auf den Weg. „Ich wünsche dir und deiner Gemeinde ein gutes Miteinander und eine gute Zeit.“

Auch Dettinges Bürgermeister Rainer Haußmann ließ es sich nicht nehmen, seinem bisherigen Hauptamtsleiter Sascha Krötz gute Worte mit auf den Weg zu geben. Was die Schlierbacher wohl dazu bewogen habe, ausgerechnet Krötz zu wählen? „Ein Junger muss her, der soll ja schließlich wieder 32 Jahre lang halten, wenn‘s ein Guter ist!“ Und da konnte er die Bürgerschaft beruhigen: „Sie haben eine gute Wahl getroffen.“

Vorfreude auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit prägte die weiteren Grußworte. Schulleiterin Susi Eckle-Schaal für die Grundschule wünschte dem neuen Schultes viel Glück. Pfarrer Georg Steffens sprach für die Kirchengemeinden und stellte fest: „Das Rathaus bleibt in ausgesucht guten Händen.“ Und Horst Gasper wünschte im Namen der Vereine alles Gute und viel Erfolg.

Nicht nehmen ließ es sich Altbürgermeister Paul Schmid, seinem Nachfolger einige persönliche Worte und zwei Geschenke mitzugeben. „Ich darf Sascha Krötz gratulieren und ihm viel Glück und Kraft wünschen“, so Schmid. Neben einer stilisierten Amtskette – „die hat mir damals mein Vorgänger geschenkt“ – überreichte Schmid einen Amtshut, an dessen Krempe 14 kleine Männchen hingen. „Die stehen für 14 Gemeinderäte, die alle unter einen Hut gebracht werden müssen.“

„Wir dürfen es uns nicht zu einfach machen“

Themen Sascha Krötz dankte allen, die ihn unterstützt hatten und gab einen Ausblick auf die Themen, die ihn in seinem neuen Amt zuvorderst beschäftigen werden. „Es herrscht Veränderung, beispielsweise durch die Digitalisierung. Wie können wir unsere Firmen unterstützen? Und wie können wir für unsere Gemeinde die besten Lösungen finden, um uns weiterzuentwickeln?“ Offenheit und Bürgerbeteiligung werden dabei aus seiner Sicht immer wichtiger. „Wir sollten als Gemeinderat und Verwaltung den Weg nicht stur vorgeben, sondern gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern erarbeiten.“

Zusammenarbeit Wichtig ist ihm eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. „Er ist das gewählte Hauptorgan der Gemeinde – und Bürgermeister und Verwaltung müssen dem Gemeinderat zuarbeiten“: Gemeinsam diskutieren, querdenken, und neue und andere Blickwinkel zulassen, um Probleme gemeinsam zu lösen: „Wir dürfen es uns nicht zu einfach machen.“

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