Bäume pflanzen, um die Klimakrise zu bekämpfen. Das ist der Ansatz von „Plant-for-the-Planet“. Denn Bäume seien das günstigste und effektivste Mittel Kohlenstoffdioxid zu binden und uns Zeit zu verschaffen, die Emissionen auf null zu senken. Die Botschafter für Klimagerechtigkeit von „Plant-for-the-Planet“ möchten dieses Wissen verbreiten. Auch Amos, Friso, Madleen und Aaron aus dem Kreis Göppingen. Seit 2015 sind sie aktive Botschafter, halten Vorträge und informieren über die Klimakrise.

„Man sollte nicht nur auf eine Demo gehen und sagen dadurch ändert sich schon was“, meint Madleen. Man solle sich auch Gedanken zum aktiven Klimaschutz machen. Bei „Plant-for-the-Planet“ sehe man, wie es funktionieren kann. Die Botschafter für Klimagerechtigkeit werden auf Akademien ausgebildet. Dort erfahren sie von bereits ausgebildeten Botschaftern viel über den Umweltschutz und die Klimakrise und pflanzen gemeinsam Bäume. In einem Rhetoriktraining werden sie im selbstsicheren Auftreten geschult, um ihre Botschaft gut präsentieren zu können. Man lerne auf den Akademien sehr viel. Trotzdem sei es keine reine Infoveranstaltung, sind sich alle einig.

Bedrohung durch Klimakrise

Bei „Plant-for-the-Planet“ wird bewusst von der Klimakrise gesprochen, da sie das Leben von Kindern und Menschen weltweit bedrohe. Sie sprechen nicht vom Klimawandel. Denn Wandel sei etwas Positives, das notwendig und gut ist und das könne man von der Klimakrise nicht behaupten. „Unsere Hauptaufgabe als Botschafter ist es Vorträge zu halten, um unser Wissen zu verbreiten“, erklärt Aaron. Nachdem sie die Akademie abgeschlossen haben, werden sie von „Plant-for-the-Planet“ für Veranstaltungen angefragt. Zum Beispiel halten sie auf Messen Vorträge oder informieren an Verkaufsständen der „Guten Schokolade“ die Kunden. Aaron hält seinen nächsten Vortrag zum Tag des Baumes am 25. April in Tübingen.

Bei der nächsten Akademie in Göppingen ist er als Co-Moderator dabei. Präsentationen klappen laut dem 17-Jährigen aufgrund der Erfahrung immer besser. Das sei auch in der Schule hilfreich. Am Freihof-Gymnasium Göppingen gab es zugunsten der Umweltorganisation schon eine Waffel-Aktion. „Es reicht auch schon anderen davon zu erzählen. Hätten wir das nicht getan, wäre der Erlös der Waffel-Aktion nicht an ‚Plant-for-the-Planet’ gegangen“, erzählt Friso. Auch Madleen liegt es am Herzen ihren Mitschülern den Umweltschutz näher bringen. Sie möchte im Rahmen der Projekttage an ihrer Schule über die Organisation und die Klimakrise informieren. Es sei wichtig, allen bewusst zu machen, wie ernst das Problem ist.

Über 14 Milliarden Bäume wurden durch den Einsatz von „Plant-for-the-Planet“ bereits gepflanzt. 1000 Milliarden sind das Ziel. Um ihr Ziel zu erreichen, setzen sich bereits 75 000 Kinder und Jugendliche aus 71 Ländern als Botschafter für Klimagerechtigkeit ein. Mit der Kampagne „Stop talking. Start planting.“ (deutsch: Hört auf zu reden. Fangt an zu pflanzen.) möchten sie darauf aufmerksam machen, dass Reden alleine nicht hilft und es Zeit ist zu handeln. Sie haben sich auch ein besonderes Produkt einfallen lassen. Durch den Kauf von fünf Tafeln der „Guten Schokolade“, die klimaneutral produziert wird, wird ein Baum finanziert. So konnten bisher schon 2,5 Millionen Bäume gepflanzt werden.

Die vier Botschafter für Klimagerechtigkeit aus Göppingen versuchen auch im Alltag auf ein klimafreundliches Verhalten zu achten. Mülltrennung, plastikfrei einkaufen, den Bus nehmen oder Fahrrad fahren und den Fleischkonsum zu reduzieren sind nur ein paar der Vorschläge die sie haben. „Setzt euch ein!“ Das ist ihr Anliegen.

Die vierte Akademie im Landkreis Göppingen


Anmeldeschluss: Die nächste Akademie von „Plant-for-the-Planet“ im Kreis Göppingen findet am 6. April statt. Anmeldeschluss ist Freitag, 29. März. Interessierte finden alle Infos unter www.plant-for-the-planet.org.

Veranstaltungsort: Die Akademie findet in der Grundschule im Stauferpark statt. Martin-Luther-King-Straße 24-26, 73033 Göppingen.

Kontakt: Ansprechpartnerin im Landratsamt ist Cathleen Forst. Tel: (07161) 6516503.

Unterstützung: Die Akademie wird durch das Engagement der Energieversorgung Filstal und durch den Landkreis Göppingen ermöglicht.