Gericht 728 Luxusuhren wurden gestohlen

Ulm / sts 15.09.2017
Der Raubüberfall am Drackensteiner Hang im Januar war vermutlich nur vorgetäuscht. Fünf Männer stehen deswegen ab Montag vor Gericht.

Am Montag beginnt am Landgericht Ulm der Prozess gegen fünf Männer zwischen 31 und 40 Jahren, die im Januar einen Raubüberfall auf einen Werttransport vorgetäuscht haben sollen. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden Werttransportfahrern und den übrigen Angeklagten vor, den Überfall auf dem Parkplatz der A 8 beim Drackensteiner Hang  fingiert zu haben, um die Fracht – 728 Luxusuhren und drei Schmuckstücke im Gesamtwert von über drei Millionen Euro – selbst zu entwenden und anschließend weiterzuverkaufen.

Die Fahrer hätten die Fracht auf dem Parkplatz mit zwei Mittätern umgeladen und sich dann von ihnen mit Kabelbindern fesseln und im Transporter einschließen lassen. Danach seien die angeblichen Räuber mit der Ware nach Berlin gefahren, wo sie ein weiterer Angeklagter verkaufen sollte. Der Polizei hätten die Fahrer jedoch berichtet, sie seien überfallen und mit einer Schusswaffe dazu gezwungen worden, den Transporter zu öffnen.

Prozessauftakt ist am Montag, 18. September, um 8.30 Uhr im Saal 126 des Ulmer Landgerichts. Insgesamt sind sieben Verhandlungstage angesetzt.