Nachwuchs 69 Jungmusiker absolvieren Blasmusiklehrgänge

Über das Jungmusiker-Leistungsabzeichen (vergleichbar mit dem Sportabzeichen)  in Bronze (D1) freuten sich am Ende 53 Teilnehmer, 16 konnten das Leistungsabzeichen in Silber (D2) mit nach Hause nehmen.
Über das Jungmusiker-Leistungsabzeichen (vergleichbar mit dem Sportabzeichen) in Bronze (D1) freuten sich am Ende 53 Teilnehmer, 16 konnten das Leistungsabzeichen in Silber (D2) mit nach Hause nehmen. © Foto: Ulrike Luthmer-Lechner
Kreis Göppingen / Ulrike Luthmer-Lechner 15.08.2018

Statt bei tropischen Temperaturen im Freibad zu tollen, machten sich 69 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 11 und 19 Jahren mit ihren Instrumenten auf den Weg in das Sport- und Bildungszentrum Bartholomä.

„Die Bläserjugend liegt uns sehr am Herzen und hat einen hohen Stellenwert auf Verbandsebene“, sagt Roland Ströhm, Vorsitzender des Blasmusik-Kreisverbandes Göppingen. Die Instrumental-Lehrgänge zur Förderung des Musiker-Nachwuchses aus den Mitgliedsvereinen umfassen Theorie und Praxis und gelten als Leistungsspiegel der Jungmusiker. Nach der in Baden-Württemberg einheitlichen Prüfungsverordnung des Blasmusik-Landesverbandes werden im theoretischen Teil Grundkenntnisse der musikalischen Ausbildung, wie Noten lesen, Taktgefühl und musikalisches Grundverständnis geprüft.

„Der praktische Teil umfasst unter anderem Dynamik, Artikulation, rhythmische Genauigkeit und den musikalischen Gesamteindruck“, berichtet Marc-Steffen Sedlaczek, der Leiter der Verbands-Bläserjugend. Gemeinsam mit seiner Stellvertreterin Claudia Ströhm übernahm er die Lehrgangsleitung.

Während sich Sedlaczek als Dozent für die Blechbläser engagierte, zeichnete seine Stellvertreterin für Gehörbildung und Musiktheorie verantwortlich. Zum Team gehörten außerdem Jonas Geiger (Schlagwerk), Joachim Rau (Querflöten) sowie Verbandsvorsitzender Roland Ströhm für Klarinette und Saxophon und als zusätzliche Betreuerin Lena Häderle. „Vier Spielstücke aus unterschiedlichen Stilepochen, davon eines ein Selbstwahlstück, werden von den Kindern im Verein vorbereitet, davon wählt die Prüfungskommission eines aus“, erklärt Roland Ströhm. Die Bewertung erfolgt nach dem Schulnotenprinzip. Maximal können hundert Punkte erreicht werden, 40 Punkte im theoretischen, 60 im praktischen Teil. „Man muss jeweils 60 Prozent davon erlangen, um das Lehrgangsziel zu erreichen, ergänzt Marc-Steffen Sedlaczek.

Trotz der Hitze büffelten die Kinder konzentriert in den ersten Ferientagen für ihre Leidenschaft – die Musik. Neben einem exakt festgelegten Stundenplan kamen auch Spaß und Spiel in idyllischer Natur nicht zu kurz. „Die Kosten für Aufenthalt und Vollpension werden zu einem maßgeblichen Teil vom Kreisverband übernommen“, so Roland Ströhm. Über das Jungmusiker-Leistungsabzeichen (vergleichbar mit dem Sportabzeichen) in Bronze (D1) freuten sich am Ende 53 Teilnehmer, und 16 konnten das Leistungsabzeichen in Silber (D2) mit nach Hause nehmen. „Wertvoll ist vor allem der individuelle Beurteilungsbogen, den die Fachdozenten für jeden Teilnehmer ausstellen“, weiß Marc-Steffen Sedlaczek. Darin steht kurz und knackig, wo noch gefeilt werden muss. „Wie im Sport heißt es auch als Musiker ständig lernen und üben“, gab Sedlaczeck abschließend den jungen Instrumentalisten mit auf den Weg.

Ulrike Luthmer-Lechner

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