Wasser 330 000 Euro, damit es sprudelt

Die neuen Pumpen sollen nicht nur mehr Wasser befördern, sondern auch Stromkosten einsparen.
Die neuen Pumpen sollen nicht nur mehr Wasser befördern, sondern auch Stromkosten einsparen. © Foto: Ulrich Bischoff
Bad Überkingen / Ulrich Bischoff 04.08.2018

Seit Mitte Juli summen im Pumpwerk des Zweckverbandes Wasserversorgung Ostalb in Bad-Überkingen neue sogenannte Rohrmantelpumpen und befördern in einer Stunde 54 Kubikmeter Quellwasser über eine Förderhöhe von 300 Metern hinauf in die Ortschaften Aufhausen und Türkheim. Von den neuen Pumpen  mitversorgt werden auch die Weiler Schonterhöhe und Berneck. Ein zweiter Strang führt nach Oberböhringen und erschließt die Ortschaft und den dortigen Golfplatz.

27 Jahre alte Pumpen

350 000 Euro hat sich der Zweckverband die neuen Aggregate kosten lassen. Den Anstoß hierzu gab ein Student der Universität in Stuttgart. Für seine Masterarbeit hat der angehende Ingenieur die vier Pumpwerke untersucht, die der Zweckverband betreibt. Ins Auge stach ihm dabei das Pumpwerk in Bad Überkingen. Der Wirkungsgrad der 27 Jahre alten Pumpen war auf 35 Prozent abgesunken und sie verbrauchten aufgrund ihrer veralteten Elektromotoren zu viel Strom.

Die heutigen Pumpentypen, die Rohrmantelpumpen, sind zwar teuer, arbeiten aber dank ihrer modernen Hydraulik mit einer höheren Effizienz. Wie der Geschäftsführer des Verbandes, Uwe Geisse, mitteilt, amortisieren sich Kosten dank ihres höheren Wirkungsgrades in relativ kurzer Zeit.

Wassermeister Martin Pulvermüller rechnet für den Versorgungsstrang Aufhausen/Türkheim  allein bei den Stromkosten mit einer jährlichen Einsparung von 12 000 Euro. Für Oberböhringen und Golfplatz seien 1500 Euro anzusetzen.

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