Prozess 29-Jähriger wegen Drogenhandels vor Gericht

Kreis Göppingen / CHB 15.02.2018
Vor dem Ulmer Landgericht hat in Prozess gegen einen Mann aus dem Kreis begonnen. Er soll mit Drogen gehandelt haben.

Die Staatsanwaltschaft Ulm legt einem inzwischen 29-Jährigen aus dem Landkreis Göppingen zur Last, er habe Drogen ge- und verkauft. Der Prozess gegen den Mann begann am Mittwoch vor der 3. Großen Strafkammer des Ulmer Landgerichts. „Der Angeklagte hat die Taten teils eingeräumt, teils aber auch in Abrede gestellt“, sagte der Vorsitzende Richter Wolfgang Tresenreiter am Mittwoch nach der Verhandlung.

In der Anklageschrift steht, der Mann soll zwischen Mitte Dezember 2016 und April vergangenen Jahres 15 Mal Drogen im Grammbereich (Marihuana, Haschisch, Ecstasy und Amphetamin) aus seiner Wohnung heraus – er wohnt in der Nähe von Göppingen – an einen 17-Jährigen verkauft haben. „Der Angeklagte gab an, er habe das Alter des Bekannten nicht gekannt“, sagte Tresenreiter. Er habe nicht gewusst, dass er es mit einem Minderjährigen zu tun gehabt habe.

Einem weiteren Jugendlichen soll der Angeklagte siebenmal Marihuana übergeben und ihn angewiesen haben, dieses zu verkaufen. Zudem soll er einmal ein Kilogramm Marihuana aus den Niederlanden eingeführt und in zehn Fällen an weitere Abnehmer Drogen verkauft haben.

Bei einer Wohnungsdurchsuchung seien knapp ein halbes Kilogramm Marihuana gefunden worden. In der Nähe des Rauschgifts habe der inzwischen 29-Jährige einen Schlagstock verwahrt, um diesen notfalls bei Konflikten während des Drogenverkaufs einsetzen zu können. Der Angeklagte sitzt derzeit in Untersuchungshaft. In seinen Aussagen am ersten Verhandlungstag bestritt er, dass er Drogen in dieser Größenordnung gekauft und verkauft habe.

 Der Prozess soll am Dienstag, 6. März, um 8.30 Uhr in Saal 126 fortgesetzt. Dann sollen weitere Zeugen gehört werden. Zudem soll ein psychiatrischer Sachverständiger einschätzen, ob der Angeklagte in einer Entziehungsanstalt unterzubringen ist.