Kreis Göppingen 21 Bauten im Landratsamt ausgezeichnet

21 beispielhafte Bauten im Kreis Göppingen sind bis Ende des Jahres im Foyer des Landratsamts ausgestellt. Am Montag wurden die Preisträger geehrt.
21 beispielhafte Bauten im Kreis Göppingen sind bis Ende des Jahres im Foyer des Landratsamts ausgestellt. Am Montag wurden die Preisträger geehrt. © Foto: Staufenpress
MARCUS ZECHA 26.11.2014
Es war der Tag der "Häuslesbauer": 21 Mal wurden im Landratsamt Bauherren und Architekten für beispielhafte Lösungen im Kreis ausgezeichnet. Jetzt zeigt eine Wanderausstellung die prämierten Gebäude.

Selbst die Musik drehte sich am Montagabend ums Bauen: Markus Bader, der mit seiner Gruppe Orangefuel die Preisverleihung auf launige Art umrahmte, hatte sich inspirieren lassen und gleich den passenden Song zum Thema geschrieben: "En gscheidr Architekt" brach auf fetzige Art eine Lanze für das fundiert geplante Haus - und erntete damit nicht nur bei den zahlreich erschienenen Architekten viel Beifall.

Prominenz aus Politik und Wirtschaft säumte den Höhepunkt des Auszeichnungsverfahrens "Beispielhaftes Bauen im Landkreis Göppingen". Landrat Edgar Wolff, Schirmherr des Verfahrens, lobte die hohe Qualität der Baukultur im Landkreis: Von stolzen 75 eingereichten Arbeiten hatte eine siebenköpfige Jury an zwei Tagen nach vielen Besichtigungen und Diskussionen 21 Bauten ausgewählt. Dabei sei "das Beispielhafte nicht immer das Große" gewesen, betonte Jury-Vorsitzender Matthias Schuster in seiner Rede.

Als Beispiele nannte er ein raumökonomisch gelungenes Einfamilienhaus in der Göppinger Eberhardstraße und die mit viel Liebe ausgeführte schindelverkleidete Zentralheizung der Evangelischen Akademie Bad. Das Breecher Sammlungshaus, so Schuster, habe die Jury verzaubert. Dort habe sich ebenso wie beim Geislinger Albwerkspeicher mit seinem Umbau von Silos zu Büroräumen gezeigt, wie gut Alt und Neu sich verbinden ließen, wenn Bauherren und Planer harmonierten. Allerdings brauche es viel Energie, Engagement und Leidensfähigkeit aller Beteiligten.

Neben viel Lob für die eingereichten Arbeiten, darunter die prämierten freiräumliche Maßnahmen am Filsufer beim Christophsbad und in Rechberghausens "Grüner Mitte", streute Matthias Schuster auch Kritik ein: So hat der Stadtplaner bei dem Verfahren überzeugende Lösungen für innerstädtisches Wohnen und hochwertige städtebauliche Projekte vermisst - planerische Lösungen, die er sich nun etwa von der Ausschreibung für das Areal am Göppinger Bahnhof erhofft.

Nach Verleihung der Urkunden und Plaketten an die Architekten und Bauherren eröffnete Architekt Christian Marcel Gaus, Vorsitzender der Kammergruppe Göppingen, die Ausstellung im Foyer. Die dort gezeigten ausgezeichneten Objekte seien Beleg dafür, dass sich "Geduld und Zuversicht eben doch auszahlen". Ihr Beispiel rege dazu an, neue Wege zu gehen, um Funktionalität mit Ästhetik zu verbinden.

Info: Die Ausstellung ist bis Ende des Jahres im Foyer des Landratsamts zu sehen und soll danach durch die Gemeinden des Landkreises wandern.