Kreis Göppingen 15 Wanderer bewältigen 40 Kilometer über den "Albtraufgänger"

Hoch hinaus geht es beim Marschüber den „Albtraufgänger“. Eine Gruppe von 15 Teilnehmern nahm jetzt auf einem Rundkurs 40 Kilometer des zertifizierten wanderwegs unter die Stiefel. Und es hat riesigen Spaß gemacht.
Hoch hinaus geht es beim Marschüber den „Albtraufgänger“. Eine Gruppe von 15 Teilnehmern nahm jetzt auf einem Rundkurs 40 Kilometer des zertifizierten wanderwegs unter die Stiefel. Und es hat riesigen Spaß gemacht. © Foto: Isabell Noether
MICHAEL RAHNEFELD 03.08.2016
15 Wanderer gingen jetzt im Rahmen des Sommers der Ver-Führungen auf einen Rundkurs am Albtrauf. 40 Kilometer wurden dabei abgewandert.

Die Schwäbische Alb war schon immer ein begehrtes Wandergebiet. Seit sich die Tourismusorganisationen im Kreis Göppingen dahinterklemmen und immer wieder neue Angebote für die Freunde auf Schusters Rappen austüfteln, erkennen immer mehr Menschen wie sich Natur, Landschaft mit eigener Bewegung durchaus genussvoll aber auch sportlich verbinden lassen. Magnet ist seit dem vergangenen Jahr der sogeannte „Albtraufgänger“, ein zertifizierter Wanderweg, der wahre Wanderer begeistert.

Rund 15 Teilnehmer haben sich jüngst für eine sportliche Freizeitaktivität im Ver-Führungssommer entschieden und liefen insgesamt 40 Kilometer über den „Albtraufgänger“. Die Tour sieht die ursprünglichen Etappen 1 und 2 vor, wurde jedoch abgewandelt zu einer Rundtour, damit die Teilnehmer wieder am Ausgangspunkt, dem Wiesensteiger Schloss ankommen.

Auffallend bei dieser Gruppe war der Altersdurchschnitt. Und wer immer noch glaubt, dass Wandern unzeitgemäß seit, der irrt. Wandern liegt voll im Trend, das bestätigt nicht nur eine zunehmen wachsende Outdoor-Industrie mit immer neuen Angeboten an Funktionskleidung, sondern auch die jungen Läuferinnen und Läufer, die sich auf den „Albtraufgänger“ wagten. Wie beispielsweise Stefanie Wagner aus Albershausen. Die Jura-Studentin hatte für die Wanderung ihre Gesetz- und Lehrbücher gerne zur Seite gelegt und die Wanderstiefel geschnürt. „Das obere Filstal ist landschaftlich traumhaft schön, die Kombination mit einer sportlichen Wanderung hat mich gereizt“, sagt sie.

Die 70-jährige Gabriele Krebs hingegen ist extra aus Tauberbischofsheim angereist. Sie hat die Nacht zuvor im Gasthof „Zum See“ in Wiesensteig verbracht, damit sie ausgeschlafen an den Start gehen kann. Sie ist eine absolute Profi-Wanderin, so läuft sie auch gerne mal bei 24-Stunden-Wanderungen in ganz Deutschland mit.

Vom „Albtraufgänger“, der landschaftlichen Vielfalt und den tollen Aussichtspunkten ist sie begeistert. Alles ist bestens organisiert. Hinter der Veranstaltung steht die Familie Haller vom Schwäbischen Albverein der Ortsgruppe Hattenhofen. Sohn Bernd Haller begleitet die Tour, Vater Hans Haller lenkt das liebevoll „Besenfahrzeug“ benannte Auto an vereinbarte Treffpunkte, nimmt immer mal wieder zu schwer gepackte Rucksäcke mit oder versorgt bei über 25 Grad die Wanderer mit Wasser.

Einen kleinen Teilnehmerschwund gab es bei dieser Riesenwanderung nach den ersten 20 Kilometern. Das Schuhwerk von Silke Hoyler, die mit ihren zwei Kindern unterwegs war, hat den Abstieg vom Boßler nicht überstanden. Für die restlichen  Wanderer ist eines jedoch klar, „zum Abbrechen ist die Tour zu viel zu schön“.

Angebote von Kultur bis sportlich aktiv

Freizeitprogramm Die Vielfalt der eingereichten Angebote zum Sommer der Ver-Führung im Landkreis Göppingen ist auch in diesem Jahr überaus groß. So wählt man zwischen Kulturveranstaltungen, Betriebsbesichtigungen, Mediationskursen, schaut Direktvermarktern über die Schulter, bestaunt die Landkreis-Geschichte, oder man wird sportlich aktiv. Das Programm findet sich in der Broschüre „Herzklopfa“, die vom Landkreis herausgegeben wird und in vielen Rathäusen aufliegt, oder im Internet. Dort gibt es auch eine Serviceseite, die über ausgebuchte Angebote informiert; www.sommer-der-verfuehrungen.de/terminuebersicht/infobox-u-aktuelles/