Der Dinkelsbühler Raum zählt zu den großen Teichgebieten in Bayern. Zur Fisch-Erntewoche werden die Weiher abgefischt; die Gastronomie zaubert Leckeres mit heimischem Fisch.

Wenn die Tage kürzer werden,  freuen sich Fischliebhaber auf besondere Leckerbissen: In den Monaten mit „r“ im Namen ist Erntezeit für den „Dinkelsbühler Karpfen“. Hierbei handelt es sich um eine eigene Zucht. Der Fisch hat einen weniger stark ausgeprägten Rücken, im Verhältnis von Höhe zur Länge wirkt er wohlproportioniert und elegant.

Teiche formen Landschaft

Teichwirtschaft gibt es in Dinkelsbühl seit einem Jahrtausend. Sie hat die Weiher- und Flusslandschaft der Umgebung geformt: So viele Weiher wie Tage im Jahr sollen es einst auf dem Territorium der Reichsstadt gewesen sein. Vom Karpfen ist seit 1341 die Rede. Nach altem Recht bekam jeder Bürger einen etwa zweipfündigen Karpfen als „Bürgerfisch“ von der Stadt umsonst.

Seit 1660 weiß man von einer Fischwoche. So deckte der Karpfen den Tisch der einfachen Leute wie der wohlhabenden Patrizier. Noch heute umsäumen etwa 120 Fischteiche und naturnahe Bäche die Stadt. Neben Karpfen wachsen auch Zander und Waller, Hecht und Schleie heran.

Buntes Rahmenprogramm

Das Abfischen ist zu einem beliebten Fest geworden. Es wird von einem bunten Rahmenprogramm mit Vorträgen, Kochkursen und Exkursionen begleitet. Daneben gibt es in der Schranne und am Weinmarkt Attraktionen wie die Schauteichanlage. Den Teichwirten kann man bei ihrer Arbeit zusehen, zum Beispiel am Samstag, 27. Oktober, am Rothenburger Weiher.