Illertissen Zweite Schule wird schöner

Illertissen / JAN 03.07.2013
Platz für Ganztagsunterricht, Lerngruppen, Sozialarbeit braucht die moderne Schule. Die Illertisser Mittelschule wird entsprechend saniert.

Auf die Bischof-Ulrich-Schule folgt die Erhard-Vöhlin-Mittelschule: Knapp sechs Millionen Euro wird die nächste Modernisierung einer Schule kosten. Bei der jüngsten Sitzung hat der Architekt Martin Maslowski die Pläne vorgestellt und Lob für ein stimmiges Konzept geerntet. Zunächst gab Maslowski das Lob an die Schule zurück: Das Gebäude, Mitte der 60er erbaut, entspreche zwar nicht mehr den heutigen Anforderungen, sei aber im Bestand gut gepflegt, sodass die Klassenzimmerböden belassen werden können. Zunächst gelte es, das Haus auf den neuen energetischen Stand zu bringen. Dazu gehörten auch Lüftungsanlagen für Klassenräume. Schallschutz, Brandschutz, elektrische Anlagen - all dies hat Maslowski ins Sanierungsprogramm aufgenommen.

In Zusammenarbeit mit der Schule sind Projekte zur Weiterentwicklung des Hauses entstanden, die die Schulorganisation betreffen. Nachdem eine Verstärkung des Dachstuhls nötig sei, "würde sich anbieten, dort Platz zu schaffen", sagte Maslowski. Sinnvoll wären Beratungsräume für die Sozialfachkräfte. Das Ganztagsangebot benötige Platz. Geplant ist, das ganze Erdgeschoss zur Verfügung zu stellen - mit Gruppen- und Freizeiträumen. Der Physiksaal wird ins erste Obergeschoss verlagert.

Ein an das Gebäude angebauter Aufzug sorgt für einen barrierefreien Zugang. Eine Veränderung des Hauptzugangs ermögliche einen verbesserten Pausenverkauf, ein Glasbau darüber eröffne zusätzliche Räume und Rückzugsmöglichkeiten und Treffs - "meetingpoints" - für die Schüler. Ob man diese Räume nicht später in möglicherweise frei werdenden Klassenzimmern unterbringen könnte, fragte CSU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Eisen - auf der Suche nach Einsparpotenzial. Dem widersprach SPD-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Ostermann: "Mehr als fünf Klassen der Schule sind ausgelagert, da wird über Jahre hinaus nichts frei". Auch Gerhard Reisinger (Die Bürgerliste) tat sich schwer, "hier extrem einzusparen". Zumal die Schulleitung kein Wunschkonzert aufgemacht habe, "sondern sich auf wohlüberlegte Maßnahmen beschränkt hat", fügte Maslowski hinzu.

Helga Sonntag (ÖDP) erwischte eine Einspar-Reserve: bei den Toilettenanlagen. Diese werden zwar erneuert und behindertengerecht ausgebaut. "Aber wir könnten bei der Anzahl reduzieren", griff Maslowski den Vorschlag der Stadträtin auf. "Mal sehen, wie die ganze Geschichte läuft" - denn eine Unwägbarkeit ist die Entwicklung der Handwerkerpreise. Mit einer Ersparnis sind die Planer bereits entgegengekommen: Sie haben bei den Baunebenkosten die alte - günstigere - Honorarordnung zugrunde gelegt. 30 Prozent der Bausumme erwartet Kämmerer Markus Weiß an Zuschüssen. Am 25. Juli will der Stadtrat den Baubeschluss fassen.

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