Moment mal Wie ein Baby seine Rettung verschläft

BEACHTEN: NPG-LIZENZ Von r.classen Lizenzfreie Stockfotonummer: 157348895 red emergency hammer rescue hammer on white background Download am 22.08.2018 für LOKA Foto: ©r.classen/Shutterstock.com
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Senden / Stefan Czernin 23.08.2018

Einen Schockmoment erlebte eine Mutter am Dienstagvormittag im Sendener Stadtkern: Sie schloss sich versehentlich aus ihrem Auto aus, das  in der Hauptstraße vor einigen Geschäften geparkt war. Das elektronische Schließsystem verriegelte die Fahrzeugtüren, obwohl sich der Schlüssel im Auto befand. Und viel schlimmer: auch der erst acht Monate alte Sohn der 30-Jährigen. Deutlich aufgelöst – wer will es ihr verdenken – erschien die Neu-Ulmerin gegen 10 Uhr in der Sendener Polizeidienststelle, um die Beamten um Hilfe zu bitten.

Einem hinzugezogenen Mitarbeiter eines Autoservicedienstes gelang es dann jedoch nicht, die Autotüren zu öffnen. Also ließen sich die Sendener Polizisten etwas anderes einfallen. Und forderten Amtshilfe in Neu-Ulm an. Die Neu-Ulmer Kollegen  organisierten einen Ersatzschlüssel für das Auto. Dazu stiegen sie – mit Erlaubnis – über die offene Balkontür in die Wohnung ein und brachten den Schlüssel daraufhin nach Senden. In der Zwischenzeit gaben sich Mitarbeiter aus den umliegenden Geschäften alle Mühe, die besorgte Mutter zu beruhigen.

Seitenscheibe zertrümmert

Weil die elektronische Verriegelung hinüber war, ließ sich der Wagen auch mit dem Ersatz­schlüssel nicht öffnen. Nun war eine zügige Lösung gefragt. „Es wird ja schnell heiß“, sagte ein Sendener Polizist gestern. Auch wenn das Auto glücklicherweise im Schatten abgestellt war.  Schlussendlich rückten die Polizisten dem elektronischen Problem archaisch-analog mit einem Nothammer aus einem Streifenwagen zu Leibe – und schlugen eine Seitenscheibe ein, um das Baby zu befreien.

Gute eineinhalb Stunden hat die Rettungsaktion gedauert. Der acht Monate alte Junge hat davon allerdings nicht viel mitbekommen: Er schlief friedlich und ausdauernd. Und landete schließlich wohlbehalten wieder in den Armen seiner Mutter.

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