Altenstadt Weniger Schulden trotz großer Projekte

PETRA AST 05.04.2013
Rathaussanierung, Abriss des Obermeier-Geländes: In Altenstadt stehen einige Vorhaben an. Trotzdem werden kräftig Schulden abgebaut.

Die Marktgemeinde Altenstadt investiert kräftig und baut dabei trotzdem rund 200 000 Euro Schulden ab. Das sieht der jetzt beschlossene Haushalt für 2013 vor. Als Rücklage werden 700 000 Euro eingestellt, die für Kapitalanlagen verwendet werden sollen. Ein Darlehen über 250 000 Euro will die Marktgemeinde nur bei Bedarf am Ende des Jahres aufnehmen, erläuterte Kämmerin Claudia Pfisterer in der jüngsten Ratssitzung.

Ein großer Ausgabeposten ist der zweite Bauabschnitt für die Sanierung des Rathauses. Für Umbau und Renovierung wurden 340 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Mitte Mai soll die Vergabe beginnen; die Bauarbeiten könnten im Juni oder Juli beginnen. Saniert wird der zweite Rathausflügel mit der Kämmerei und dem Hauptamt sowie die Büros des Bürgermeisters.

Für die Fortführung der städtebaulichen Untersuchung der Häuser der früheren jüdischen Bevölkerung in der Memminger Straße sieht der Haushaltsplan 65 000 Euro vor. Allerdings rechnet Bürgermeister Wolfgang Höß dafür mit einem Zuschuss von annähernd 80 Prozent. Geklärt werden soll in einer Studie, wie viel Geld für die Instandsetzung der denkmalgeschützten Häuser investiert werden muss. Für den vorgesehenen Abriss des Obermeier-Geländes, ebenfalls ein Projekt der Städtebauförderung, sind 190 000 Euro eingeplant.

Keine Mittel wurden dagegen für den Ausbau des DSL-Breitbandnetzes eingestellt. Die angestrebte Funklösung erwies sich laut Höß als nicht realisierbar. "Die Suche beginnt von Neuem", sagte der Rathauschef. Ein neues Förderprogramm für die schnellen Internetverbindungen auf dem Land wird daraufhin geprüft, ob es sich für Altenstadt eignet.