Seit Montag ist er aus dem Foyer des Weißenhorner Rathauses verschwunden, der Weihnachts-Wunschbaum der Stadtverwaltung. Seit Beginn der Adventszeit hatten Bürger die Gelegenheit, ihre Wünsche in Form von Christbaumkugeln aus Papier an den Baum zu hängen oder selbst die Wünsche anderer zu erfüllen. Das lief so gut, dass bereits jetzt sicher ist: Auch im Advent 2019 wird es wieder einen Wunschbaum geben.

43 Wünsche waren es insgesamt, die in der Advents- und Weihnachtszeit am Baum hingen, berichtet Hauptamtsleiterin Melanie Müller. Ganz einfache, aber anrührende Dinge wie der Wunsch nach etwas zu Essen, große Wünsche wie der nach einem Bauplatz in Weißenhorn und klassische Kinderwünsche wie der nach einem Lego-Spielzeug. Viele der Wünsche seien erfüllt worden. Ein Jugendlicher konnte sich über ein Headset für seine Playstation freuen, ein Kind über einen neuen Pyjama. Eine Studentin bekam den Wunsch nach einem bestimmten Fachbuch erfüllt, einem Musikliebhaber wird sein Cello überholt. Auch die Wünsche nach einer Fußpflege oder einer neuen Bettwäsche gingen in Erfüllung.

Tradition begründet?

Die Stadtverwaltung erfüllte ebenfalls Wünsche: So wird geprüft, wo in der Stadt ein Taubenhaus aufgestellt werden könnte. Andere Anliegen, die die Verwaltung betreffen, sind in den zuständigen Fachbereichen in Arbeit.

Die Idee mit dem Wunschbaum, die Bürgermeister Wolfgang Fendt aus Thannhausen mitgebracht hatte, sei sehr gut angekommen und damit auch der Gedanke, dass Bürger Bürgern helfen, findet Müller: „Das freut uns total.“ Vielen Menschen sei eine Freude gemacht worden – und das mit einem geringen Aufwand: Mitarbeiter der Stadtverwaltung kümmerten sich darum, die Kontaktdaten der Wunschzettel-Schreiber zu verwahren, Geber und Beschenkte zusammenzubringen. Vielleicht sei mit der Aktion ja eine Tradition begründet worden.