Ende 2017 schlugen die Ehrenamtlichen der Weißenhorner Rotkreuz-Bereitschaft, die den örtlichen Tafelladen am Unteren Tor betreiben, Alarm: Es gebe immer weniger Helfer, die die gespendeten Waren aus Supermärkten und Bäckereien in und um Weißenhorn holen könnten, das ganze System Tafelladen gerate in Gefahr. Ein Aufruf auf Facebook und die Berichterstattung in der SÜDWEST PRESSE zeigten Wirkung: „Es lief super, wir haben einige Leute bekommen“, sagt Bereitschaftschef Michael Heinrich.

Trotzdem sucht das Rote Kreuz wieder Ehrenamtliche, die sich im Warenholdienst oder im Tafelladen selbst einbringen wollen. Ein paar der langjährigen Helfer seien in jüngster Zeit aus gesundheitlichen Gründen ausgestiegen, die Personaldecke werde wieder dünner, berichtet Heinrich. „Wir sind echt froh über jeden, der uns unterstützen mag.“ Das gelte für alle Bereiche rund um die Tafel und auch für den Blutspendedienst. Dort könnte das Rote Kreuz Helfer Hilfe bei der Verpflegungsausgabe und Registrierung brauchen.

Überwiegend sind es rüstige Rentner oder Hausfrauen, die sich im Roten Kreuz ehrenamtlich engagieren, erklärt Heinrich. Ob für die Warenabholung für die Tafel, die zweimal wöchentlich vormittags mit einem Kühllaster erfolgt, für das Einsortieren der Waren im Laden selbst oder eben im Blutspendedienst. „Und gerade bei diesen Leuten kann sich schnell etwas ändern, ob aus gesundheitlichen oder familiären Gründen. Und dann müssen wir auf sie verzichten.“

Wichtig sei die neuerliche Suche nach Helfern auch deshalb, weil die Zahl der Tafel-Kunden trotz der anhaltenden guten Konjunktur eher zunehme anstatt zu sinken. Einkaufen dürfen in dem Weißenhorner Laden diejenigen, die einen Berechtigungsschein der Gemeinden Weißenhorn, Pfaffenhofen oder Roggenburg haben, weil sie zu wenig verdienen oder aus sonstigen Gründen bedürftig sind.

Heinrich vermutet, dass das Angebot des Tafelladens auch mehr von den betroffenen Bürgern wahrgenommen wird. Und dass dazu vielleicht auch die Hemmschwelle gesunken sei, die Hilfe auch tatsächlich anzunehmen. Wenn das so sei, finde er es gut: „Es soll sich ja wirklich keiner dafür schämen, dass er in den Tafelladen geht.“ Verändert hat sich trotz der leicht steigenden Kundenzahlen die Klientel, erklärt der Weißenhorner Bereitschaftsleiter. Es gehörten immer weniger Flüchtlinge zu den Kunden des Tafelladens: „Es werden peu a peu weniger.“

Unterstützung willkommen


Helfer Wer die Weißenhorner BRK-Bereitschaft bei der Organisation des Tafelladens oder in anderen Bereichen unterstützen will, kann sich unter Tel. (07309) 3333 oder per Mail unter info@b-r-k.de melden. Persönlich sind die Helfer der Bereitschaft jeden Samstag zwischen zehn und 16 Uhr im Rotkreuz-Haus in der Illerberger Straße 11 anzutreffen.