Weißenhorn Weißenhorner Stadtverwaltung zieht im Oktober in sanierte Schlösser

Die frühere Landwirtschaftsschule in der Memminger Straße dient derzeit als Weißenhorner Rathaus. In zwei Monaten zieht die Verwaltung in die sanierten Schlösser, die Landwirtschaftsschule wird Bildungshaus.
Die frühere Landwirtschaftsschule in der Memminger Straße dient derzeit als Weißenhorner Rathaus. In zwei Monaten zieht die Verwaltung in die sanierten Schlösser, die Landwirtschaftsschule wird Bildungshaus. © Foto: Dave Stonies
Weißenhorn / CARSTEN MUTH 08.08.2013
Der Termin für den Umzug der Weißenhorner Stadtverwaltung steht fest. Am 7. Oktober werden die Mitarbeiter in die sanierten Schlösser ziehen. Die frühere Landwirtschaftsschule wird dann ein Bildungshaus.

Seit zweieinhalb Jahren sind die Weißenhorner Schlösser Großbaustellen. Die beiden historischen Gebäude in der Altstadt werden im großen Stil saniert. Nun befinden sich die Arbeiten in der Endphase. Bald schon sollen die Schlösser in Betrieb genommen werden und die Verwaltung wird dort einziehen. Am Montag, 7. Oktober, soll es soweit sein. Diesen Umzugstermin hat der parteilose Bürgermeister Wolfgang Fendt am Mittwochabend im öffentlichen Teil des Ferienausschusses genannt.

Im nicht-öffentlichen Teil der Ausschusssitzung trafen die Stadträte dann eine wegweisende Entscheidung – die wiederum der bevorstehende Umzug der Verwaltung in die Schlösser erst möglich gemacht hat. Die Stadträte billigten den Verkauf der früheren Landwirtschaftsschule an die „Haus des Handwerks Neu-Ulm GbR“, hinter der sich die Kreishandwerkerschaft Neu-Ulm/Günzburg, die Innung Sanitär und Heizung sowie das Baugewerbe Neu-Ulm verbergen.

Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Noch dient die frühere Landwirtschaftsschule in der Memminger Straße als provisorisches Rathaus. Am 15. Oktober – also gut eine Woche nach der offiziellen Inbetriebnahme der modernisierten Innenstadt-Schlösser – ist offizieller Besitzerwechsel. Spätestens dann müssen die Mitarbeiter der Verwaltung das Gebäude also geräumt haben. Das bestätigte gestern der zweite Bürgermeister Alfred Haas (CSU). Den Umzug in die Schlösser bezeichnet er als Kraftakt. „Aber es wird schon funktionieren.“

Vom kommenden Jahr an ist die ehemalige Landwirtschaftschule dann ein Haus der Bildung. Das bestätigte Obermeister Michael Stoll von der Kreishandwerkerschaft Neu-Ulm/Günzburg gestern auf Nachfrage unserer Zeitung. Von Mitte Oktober an wollen die neuen Besitzer das Gebäude umfangreich renovieren und modernisieren. 2014 sollen dann die ersten Kurse und Weiterbildungen stattfinden. „Wann genau, wissen wir zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht.“

Die Idee für das Vorhaben ist nicht neu. Seit gut drei Jahren wird in Weißenhorn über die Errichtung eines solchen Bildungshauses diskutiert – eine Einrichtung also für Weiterbildungen von Meistern, Buchhaltern, Personalkaufleuten und Fachwirten etwa. Der Weißenhorner Bürgermeister Fendt weilt seit gestern im Urlaub, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Fendt gilt jedoch als großer Verfechter des Bildungshaus-Projekts. „Eine feine Sache wäre das für unsere Stadt und die Region“, hatte der Rathauschef stets betont.

Durchaus möglich ist auch, dass sich die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) an dem Projekt beteiligt (siehe Info-Kasten). In Bayerisch-Schwaben betreibt das IHK-Bildungshaus mehrere Bildungszentren. Bildungshaussprecher Heinz Müllenbeck kann sich etwa vorstellen, dass die Handelskammer in Weißenhorn Räume anmietet. Weiteren Gesprächen würde sich die Kammer jedenfalls nicht verschließen.

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