Hobby Weißenhorner bloggen über ihre Reisen

Weißenhorn / Von Bianca Frieß 04.01.2018
Ronja Eilts und Maximilian Görtler aus Weißenhorn bereisen zusammen die Welt. Darüber berichten sie auf ihrem Blog Fernwehmomente.

Weiße Strände, türkisblaues Meer, rot leuchtende Sonnenuntergänge. Und ab und an ist eine Schildkröte zu sehen, die an einem Blatt oder an einer Banane knabbert. Wer sich durch die Instagram-Fotos von Ronja Eilts und Maximilian Görtler klickt, verfällt fast selbst ein wenig in Fernweh. Und so heißt auch der Blog des Weißenhorner Paars: „Fernwehmomente“.

Auf der Webseite schreiben die beiden über ihre Reisen um die Welt. In den vergangenen Jahren waren sie etwa in Australien, in Neuseeland, in Thailand – insgesamt haben sie 26 Länder bereist. Erst im vergangenen Herbst ging es auf die Seychellen. „Da ist es traumhaft schön, eine Mischung aus Regenwald und Strand“, sagt Eilts. Das Paar hat eine Möglichkeit gesucht, die Reisen festzuhalten – für sich selbst, aber auch für andere. So entstand im vergangenen September ihr Blog.

Je länger die beiden von ihren Ideen erzählen, desto öfter lachen sie, hören gar nicht mehr auf zu reden. „Das ist momentan unser Herzensprojekt“, erzählt Görtler. Jeden Tag investieren er und seine Freundin mindestens zwei Stunden in den Blog, abends nach der Arbeit und an den  Wochenenden. Sie schreiben Beiträge, arbeiten die vergangenen Reisen auf – und kümmern sich intensiv um ihren Instagram-Account. Nach nur vier Monaten folgen ihnen in dem sozialen Netzwerk rund 1700 Nutzer. „Dass das auf Instagram so viral ging, hat uns natürlich noch mehr motiviert“, sagt der 24-Jährige. Das Paar ist vom Fach. Ronja Eilts arbeitet in einer Online-Marketing-Agentur in Augsburg, Max Görtler ist als SAP-Entwickler in einer Ulmer Firma tätig. Die Aufgaben-Verteilung beim Blog ist ganz klar: „Max macht die Technik, und ich mach das Ganze dann hübsch“, sagt Eilts und lacht. Was den beiden wichtig ist: Auf dem Blog sollen auch Geheimtipps zu finden sein, die nicht in Reiseführern stehen.

Einsame Bucht entdeckt

Auf den Seychellen haben sie zum Beispiel eine einsame Bucht entdeckt, als sie mit der Drohne auf einer Insel herumgeflogen sind. „Ein Einheimischer hat uns dann mit seinem Boot rübergefahren“, erzählt Eilts: „Wir waren den ganzen Tag alleine an dem Strand. Und zurück sind wir einfach geschwommen. So was lese ich nicht oft in einem Reiseführer.“ Eine große Leidenschaft des Paars ist auch das Tauchen, auf dem Blog sind deshalb Tipps für die besten Tauch-Spots zu finden.

In erster Linie sehen die beiden ihren Blog als Hobby. Die Webseite soll aber auch zu einem Zuschuss für die Reisekasse verhelfen. Auf der Seite sind so genannte Affiliate-Links platziert, die zum Beispiel zu Reiseveranstaltern führen. Kauft jemand etwas über diese Seiten, bekommen die Blogger eine kleine Provision. Außerdem möchten sie bald einige Produkte mit ihrem Logo verkaufen. Ronja Eilts zeigt einen Jutebeutel, darauf ist eine Schildkröte zu erkennen, in abstrakten Formen. „Das Logo haben wir extra entwerfen lassen“, erzählt die 23-Jährige: „Es wäre schön, wenn wir damit eine richtige Marke entwickeln könnten.“ Die Schildkröte ist quasi ihr Maskottchen, auf jeder Reise möchte sie eines der Tiere sehen.

Ob das Paar vorstellen könnten, hauptberuflich zu bloggen? Die beiden sehen sich an. „Vielleicht“, sagt Görtler dann: „Das ist aber noch weit weg, wir sind mit dem Blog ja noch ziemlich in den Startlöchern.“ Man dürfe das auch nicht als Projekt sehen, um sich finanziell freizumachen. „Die Leidenschaft ist wichtig.“

Heuer steht erst mal die nächste Reise auf dem Programm. Vielleicht nach Indonesien, etwas konkretes ist noch nicht geplant. Und irgendwann in den kommenden Jahren, möchten die beiden sich eine längere Auszeit nehmen – für eine Reise um die Welt.

In Zukunft soll es auch Videos geben

Zielgruppe Der Blog ist hauptsächlich für jüngere Menschen gedacht, erzählt Ronja Eilts: „Und für Leute mit einem kleinen Geldbeutel.“ Die Blogger geben deshalb auch viele Spartipps.

Struktur Die Beiträge auf dem Blog sind immer nach der gleichen Struktur aufgebaut. Anfangs geht es darum, was es an dem jeweiligen Ort zu sehen gibt. Dann werden Unterkünfte thematisiert. „Was wir empfehlen können – oder eben auch nicht“, sagt Eilts. Und am Ende werden die Highlights kurz zusammengefasst.

Videos Noch liegt der YouTube-Kanal von Fernwehmomente brach. Aber auch dieser soll bald ausgebaut werden.  „Ich habe zum Beispiel beim Tauchen immer viel gefilmt“, erzählt Max Görtler. Das Material möchte er aufbereiten, auch für die Verbreitung auf Facebook.

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