Gericht Weißenhorn: Klage gegen Märkte gescheitert

Dem Bau der Supermärkte auf der Weißenhorner Hasenwiese steht nichts mehr im Wege.
Dem Bau der Supermärkte auf der Weißenhorner Hasenwiese steht nichts mehr im Wege. © Foto: Patrick Fauß
Weißenhorn / Carsten Muth 03.07.2018
Ein Gericht lehnt den Eilantrag und einen Antrag auf Berufung gegen die Baugenehmigung für das Supermarkt-Projekt ab.

Der Bau der beiden Supermärkte auf der Hasenwiese in Weißenhorn ist seit Wochen in vollem Gange. Nun sind offenbar auch die letzten rechtlichen Zweifel an der Verwirklichung des umstrittenen Vorhabens beseitigt. Denn der Verwaltungsgerichtshof München hat den Antrag auf Zulassung einer Berufung ebenso abgelehnt wie einen Eilantrag, die sich beide gegen die vom Landratsamt Neu-Ulm erteilte Baugenehmigung richteten. Das bestätigte der Weißenhorner Bürgermeister Wolfgang Fendt am Dienstag auf Nachfrage unserer Zeitung.

Sind damit nun tatsächlich nach Jahren des Streits alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft, den Bau zu verhindern? Rathaus Fendt, ein ausgebildeter Jurist, geht davon aus. Er sagte: „Jetzt sollte es wirklich abgeschlossen sein.“

Eröffnung im Dezember

Die Supermarktbauten sind, wie mehrfach berichtet, seit Jahren ein Reizthema in Weißenhorn. So gab es einen Bürgerentscheid, in dem sich eine Mehrheit für die Errichtung der Gebäude aus­sprach. Gegner, darunter Anwohner und einige Stadträte, halten die Bauten für überflüssig, befürchten ein Verkehrschaos in dem Bereich, bezeichnen das Vorhaben gar als städtebauliche Katastrophe. Die Befürworter hingegen setzen auf eine bessere Versorgung der Bewohner im Weißenhorner Osten.

Lange hatte Bauherr Aldi gewartet, mit dem Baubeginn der Supermärkte gezögert. Aldi wird auf der Hasenwiese eine Filiale betreiben, in das zweite Gebäude zieht Feneberg ein. Vor zwei Monaten ließ der Discounter die Bagger losrollen – ungeachtet der damals noch andauernden gerichtlichen Auseinandersetzung.

Diese ist nun beendet. Der Tag der Eröffnung rückt näher. Aldi-Projektentwickler Christoph Zeller geht davon aus, dass die Märkte mit einer Verkaufsfläche von insgesamt 1800 Quadratmetern spätestens im Dezember eröffnen.

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