Umbau Weißenhorn: Aus „Lamm“ wird Haus der Vereine

Das Gasthaus Lamm auf dem Hauptplatz soll den Vereinen zur Verfügung gestellt werden.
Das Gasthaus Lamm auf dem Hauptplatz soll den Vereinen zur Verfügung gestellt werden. © Foto: Patrick Fauß
Weißenhorn / Patrick Fauß und Carsten Muth 17.05.2018

Das Gasthaus „Lamm“ am Weißenhorner Hauptplatz hat seit langem zu. Vereine wie der Männergesangverein „Liederkranz“ hatten die Räumlichkeiten noch genutzt. Bald soll das zentral gelegene Gebäude den Vereinen der Stadt offiziell als „Haus der Vereine“ zur Verfügung stehen. Der Weißenhorner Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung im Rathaus einhellig beschlossen, das Gebäude zu diesem Zweck anzumieten und weiteren Vereinen anzubieten. Zehn Vereine haben sich bei der Stadt Weißenhorn um Räume dort beworben.

„Das Haus hat einen großen Saal, eine große Gaststube mit einer funktionellen Küche und diverse kleinere Lagerräume“, sagte Bürgermeister Wolfgang Fendt im Stadtrat. Dies alles seien gute Voraussetzungen, decke sich sehr mit den „ausgewerteten Bedarfsanforderungen“.

Mit den Vereinen sollen nun Gespräche aufgenommen werden. Zimmer und Küche würden vom Vermieter renoviert. Im kommenden Herbst bereits soll das ehemalige Gasthaus bezugsfertig sein. Das alte Rathaus, das bislang von einigen Vereinen genutzt wird, wird ans Heimatmuseum angegliedert, steht dann also den Nutzern nicht mehr zur Verfügung (wir berichteten). Allerdings wollen einige dieser Vereine dem Vernehmen nach nicht ins „Lamm“ ziehen, sondern sich eine andere neue Bleibe suchen.

Seit Jahren diskutieren die Weißenhorner über ein Haus für ihre Vereine. Zunächst hatte die Stadt das Gebäude der Brauereigaststätte Rössle im Auge, dessen Fassade saniert ist, das sich ansonsten aber in einem eher bedauernswertem Zustand befindet. Den Plan, das „Rössle“ für die Vereine umzubauen, hat sich zerschlagen (siehe Info-Kasten).

Die Stadt hat sich nun stattdessen für den ehemaligen Gasthof Lamm entschieden. Was CSU-Sprecher Franz Josef Niebling begrüßte. Er sagte: „Ein Neubau hätte zu lange gedauert, schön, dass wir es den Vereinen anbieten können.“ Ulrich Fliegel von den Grünen fände einen Kauf des Gebäudes gut. Werner Weiss (WÜW) mahnte mit Blick auf laufende Projekte der Stadt erstmal zur generellen Vorsicht.

Auch das Rössle-Areal wartet auf seinen Umbau

Debatte Seit Jahren wird in Weißenhorn über die Neugestaltung des Rössle-Geländes unweit des Hauptplatzes diskutiert. Bereits vor vier Jahren hat der Stadtrat einen Bebauungsplan dafür aufgestellt. Das Rössle-Gelände erstreckt sich zwischen Reichenbacher Straße, Fugger- und Kammerlanderstraße.

Pläne Rund ums Rössle-Gebäude soll ein modernes innerstädtisches Viertel mit „modernen Wohnhäusern“ entstehen. Kürzlich hat die Stadt das Feneberg-Grundstück erworben. Dieses Grundstück wird bald frei und spielt in den Überlegungen für den Umbau des Rössle-Areals ebenfalls eine Rolle. Schließlich soll Feneberg Ende des Jahres seine neue Filiale auf der benachbarten Hasenwiese beziehen.

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