Einsatzkräfte Weißenhorn plant Neubau für Feuerwehr

Das bisherige Gerätehaus ist veraltet und zu eng. Deshalb soll an anderer Stelle für die Feuerwehr neu gebaut werden.
Das bisherige Gerätehaus ist veraltet und zu eng. Deshalb soll an anderer Stelle für die Feuerwehr neu gebaut werden. © Foto: Patrick Fauß
Weißenhorn / Patrick Fauß 18.05.2018
Der Neubau eines Gerätehauses in Weißenhorn nahe dem Kreisverkehr an der Illerberger Straße soll bald in Gang kommen.

Das bestehende Feuerwehrhaus zwischen Rot-Kreuz-Bereitschaft und Bauhof in Weißenhorn weist zu viele Mängel auf. Was diese Einschätzung betrifft, herrscht bei Einsatzkräften, Verwaltungsmitarbeitern und Stadträten Einigkeit. Bei der Erstellung des Feuerwehrbedarfsplans wurde dies berücksichtigt. Ergebnis: Nun soll möglichst zügig neu gebaut werden – auf einem Gelände ebenfalls an der Illerberger Straße. Vom jetzigen Domizil aus gesehen liegt dies aber hinter dem Kreisverkehr am V-Markt, am Autobahnzubringer.

Doch ist das der richtige Standort? WÜW-Stadtrat Peter Niesner befürchtet Probleme angesichts des Umstands, dass es schon jetzt Verkehrsstaus gibt, morgens und abends am V-Markt-Kreisverkehr. Er habe „große Bauchschmerzen“ wegen der Wahrung der Einsatzfristen für die Feuerwehr. Feuerwehrleute könnten das Gerätehaus womöglich nicht rechtzeitig erreichen, um zügig ausrücken zu können.

Laut Bürgermeister Wolfgang Fendt gibt es Möglichkeiten, das neue Gerätehaus  über andere Wege zu erreichen. Zum Beispiel über die Emershofer Straße. Außerdem werde ein Bypass, eine zusätzliche Abbiegespur in Richtung Südtangente und Roggenburger Straße, Abhilfe schaffen und das Verkehrsproblem künftig mildern.

Eine weitere Schwierigkeit bereitet der Stadt Weißenhorn offenbar das Ausschreibungsverfahren. Verwaltung und Feuerwehr würden gerne das Architekturbüro „Wassung Bader Architekten“ aus Tettnang engagieren – wegen dessen Erfahrungen beim Bau von Feuerwehrhäusern. Dies sei jedoch nur möglich, wenn das Architektenhonorar auf 209 000 Euro begrenzt bleibt, wie es im Stadtrat hieß. Ansonsten wäre eine europaweite Ausschreibung für das Bauvorhaben notwendig. Damit die Summe eingehalten werden kann, müsse der Leistungsumfang reduziert und die Bauleitung an einen Generalunternehmer abgegeben werden.

Johannes Amann (WÜW) kritisierte dies. Er sagte: „Ein Generalunternehmer wird keinerlei Weißenhorner Firmen einbinden.“ Rathauschef Fendt mahnte jedoch zur Eile: „Wenn wir europaweit ausschreiben, sitzen wir in zwei Jahren immer noch da.“ Herbert Richter (SPD) schloss sich dem an. Auch er plädierte für ein zügiges Handeln.

Mit Erfolg: Der Beschluss, besagtes Architekturbüro „Wassung Bader Architekten“ mit der Planung zu beauftragen, fiel einstimmig. Vor Beginn müsse die Zuschussbehörde der Regierung von Schwaben jedoch ihr Einverständnis zu dieser Vorgehensweise geben.

1,1 Millionen Euro für Biberachzell

Antrag Der Weißenhorner Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Bauantrag für das neue Feuerwehrhaus im Stadtteil Biberachzell eingereicht. Es wird ein Flachdachbau, in dem Garagen und auch ein Jugendraum untergebracht sind. Ein Fahrzeugstellplatz und Möglichkeiten zum Umkleiden für die benachbarte Oberreichenbacher Wehr sind überdies vorgesehen.

Kosten Die Kosten belaufen sich laut Architekt Steffen Berschin auf 1,1 Millionen Euro. Baubeginn in Biberachzell ist nach Angaben der Stadt frühestens im Frühjahr 2019.