Unter dem Arbeitstitel „Weißenhorn 2.0“ hatte die Stadtverwaltung Ende 2012 einem begeisterten Kulturausschuss die Pläne für mehr Präsenz im Internet und in Social Media vorgestellt. Sämtliche Ideen von damals sind längst umgesetzt. Bei Facebook ist die Stadt als „Unser Weißenhorn“ aktiv und postet regelmäßig Neuigkeiten und Veranstaltungshinweise. Die App, erhältlich für Android- und IOS-Systeme, setzt viel auf allgemeine Informationen rund um Wirtschaft, Gastronomie und Gesundheit. Über Android nutzen bereits 500 Bürger das Angebot, das ihnen auch einen direkten Zugang zum Online-Service des Rathauses ermöglicht.

Und dann ist da noch die städtische Homepage mit sämtlichen Infos zum Leben und Arbeiten in der Stadt. Jetzt soll das Angebot noch besser vernetzt und optisch einheitlicher gestaltet werden: Ein Arbeitskreis der Stadtverwaltung bereitet einen Relaunch vor, den Start einer neuen, überarbeiteten Version. Moderner und praktischer soll „Weißenhorn 2.0“ damit werden und mehr Nutzer als bisher locken.

Gerade in Sachen App und Facebook „könnte noch mehr passieren“, sagt Bernhard Rembold, EDV-Experte der Stadtverwaltung. Schließlich gehe es darum, Werbung für die Stadt zu machen und ein Publikum zu erreichen, das nicht oder nur wenig auf die gedruckten Broschüren setze. Ein anderer Vorteil des Web-Angebots liege in der Aktualität. Änderungen und neue Informationen über Stadt und Angebote in der Kommune lassen sich in Minutenschnelle verbreiten.

Doch damit das funktioniert, müssen viele Leute zusammenhelfen. Bei „Weißenhorn 2.0“ kommen die Hauptakteure aus der Verwaltung, der Stadtbücherei und vom Gewerbeverband. Das funktioniere gut, sagt Rembold. Sowohl Bücherei-Leiterin Johanna Gürster als auch Dieter Swoboda vom Gewerbeverband seien als Partner der Verwaltung „sehr engagiert“. Der Gewerbeverband gibt Neueröffnungen von Firmen weiter und meldet geänderte Öffnungszeiten. Derzeit wirbt er über die App für die Verbraucherschau „Haus, Familie und Gesundheit“ vom 9. bis 11. September.

Gürster lädt über Facebook zu Veranstaltungen und Aktionen der Bücherei ein und veröffentlicht auf der Homepage der Stadt regelmäßig eine Liste der neu angeschafften Medien. Kulturamtsleiter Volker Drastik übernimmt es, das kulturelle Angebot in Weißenhorn publik zu machen. „Es arbeiten alle zusammen und in eine Richtung“, lobt Bernhard Rembold die Kooperation.

Trotzdem ließen sich nicht immer alle Angaben und Daten aktuell halten, meint der EDV-Experte. Als Beispiel nennt Rembold die Liste der Vereine und zugehörigen Ansprechpartner auf der Homepage oder die Liste der Geschäfte in der App: „Wenn sich da bei einem Verein oder bei den Öffnungszeiten eines Ladens was ändert, bekommen wir das nicht unbedingt mit.“ Auch der derzeit leere  Bereich „Aktuelles“ in der App, in dem Platz ist für Sitzungstermine und Veranstaltungshinweise, solle verbessert und damit die Zahl der Downloads erhöht werden.

„Dynamisch“ soll das Web-Angebot der Stadt Weißenhorn sein, betont EDV-Experte Bernhard Rembold. Deshalb freue sich die Verwaltung über jeden, der etwas zum Angebot der Seiten beisteuere. „Unsere  Plattformen können schon noch Inhalte vertragen.“

Vielfältiger Auftritt im Internet

Angebote Die Weißenhorn-App gibt es zum kostenlosen Download im Android-Playstore und IOS-Appstore. Die offizielle Facebook-Seite der Stadt heißt übrigens „Unser Weißenhorn“.

Infos Daneben gibt es noch verschiedene Weißenhorn-Seiten privater Gruppen, etwa die Seite „Weißenhorn heute und damals“ mit vielen historischen Fotos. Die Homepage der Stadt ist über die Adresse www.weissenhorn.de“ erreichbar und bietet umfassende Infos zu Verwaltung, Leben und Arbeiten in der Fuggerstadt. Broschüren und der aktuelle Stadtanzeiger stehen auf der Seite ebenfalls zum Download bereit.