Versorgung Wassernot: Senden sammelt für Brunnenbau

Pfarrer Gerald Bohe vor den  Plakaten in der Aufheimer Grundschule.
Pfarrer Gerald Bohe vor den Plakaten in der Aufheimer Grundschule. © Foto: Sonja Fiedler
Senden / sft 07.12.2018

Acht Kilometer laufen für einen Eimer sauberes Wasser: Damit der Weg für die Menschen in Magunga in Kenia nicht mehr so weit ist, hat die evangelische Gemeinde in Senden Spenden für den Bau eines Brunnens gesammelt. 3750 Euro haben sie bereits zusammen, 1300 Euro fehlen noch, sagt Pfarrer Gerald Bohe.

Am kommenden Wochenende können sich die Sendener aus erster Hand bei Pius Yugi aus Kenia über das Projekt informieren: Der Pastor aus Nairobi, der gebürtig aus Magunga stammt, ist aktuell zum zweiten Mal zu Besuch in Senden. Der Kontakt zwischen ihm und der evangelischen Gemeinde sei vor einem Jahr eher zufällig über private Kontakte entstanden. Bohe: „Er hatte Interesse, unsere Gemeinde kennenzulernen, hat verschiedene Gruppen und Gottesdienste besucht.“

In der Aufheimer Grundschule erzählte er den Schülern von seiner Heimat. „Das war sehr interessant für die Kinder.“  Die Infoplakate über Kenia, die die Kinder später erstellt haben, sind im Paul-Gerhardt-Haus ausgestellt.

In der Sendener Gemeinde sei der Wunsch aufgekommen, die Menschen in Yugis Heimatdorf zu unterstützen, berichtet Bohe. Da der Ort heuer eine starke Trockenperiode erlebt habe und es schwieriger geworden sei, an sauberes Wasser zu kommen, sei bald klar gewesen: „Das Wichtigste, das wir unterstützen sollten, ist der Brunnenbau.“

Inzwischen seien die Arbeiten im Dorf gut vorangegangen. „Der Brunnen ist schon gebohrt.“ Und zwar handgegraben, 30 Meter in die Tiefe, betont Bohe. Rund 200 Familien können damit versorgt werden. Was noch fehle, sei ein zweiter Wassertank, damit auch in der Trockenzeit genug Wasser da ist ist. Zudem möchten die Sendener eine Familie beim Hausbau unterstützen.

Info Am morgigen Samstag um 17 Uhr feiert Pastor Pius Yugi einen Gottesdienst in der Auferstehungskirche, an diesem Sonntag gegen 11.15 Uhr werden beim Kirchenkaffee Bilder aus Kenia gezeigt. Zudem informiert er über das Brunnenprojekt in seiner Heimat. Alle Interessierten seien herzlich eingeladen, lässt Pfarrer Bohe wissen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel