Pfaffenhofen Wahlkampf und Käse in Macks Stall

Ilse Aigner und Beate Merk probieren Käse von Käserei-Juniorchef Maximilian Herzog. Foto: Adrienne Bilitza
Ilse Aigner und Beate Merk probieren Käse von Käserei-Juniorchef Maximilian Herzog. Foto: Adrienne Bilitza
ADRIENNE BILITZA 03.07.2013
Ihre Wahlkampftour führte Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) auch nach Pfaffenhofen. Dort gab es Käsehappen und eine Rede.

Bei ihrem Besuch in Unterkirchberg hatte sich Verbraucherschutz- und Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) noch mit aufgebrachten Demonstranten auseinandersetzen müssen. Milchviehhalter hatten sich dort versammelt, um mit Transparenten und Plakaten gegen die Preispolitik der Ministerin zu protestieren. Ihr anschließender Auftritt in Macks Stall in Pfaffenhoffen fiel dagegen vergleichsweise erholsam aus. Auch in den Landkreis Neu-Ulm war die Politikerin im Zuge ihrer Wahlkampftour gekommen, ein Referat mit anschließender Diskussion stand auf dem Programm.

Ungefähr 150 CSU-Anhänger, Landwirte und Interessierte waren auf den Hof gekommen, um Aigners Rede über "Moderne Politik für Bauernfamilien und Verbraucher" zu hören. Doch zunächst erhielten sie und die mitgereiste bayrische Justizministerin Beate Merk eine Führung durch das landwirtschaftliche Anwesen, in dem häufig auch Ausstellungen und Theateraufführungen zu sehen sind, und besichtigten die frisch sanierte St. Ulrich Kapelle. Danach wurden Käsehäppchen von der Landkäserei Herzog angeboten.

Die Verkostung von Produkten der Firma aus dem Roggenburger Teilort Schießen war ein gutes Beispiel für das, was Aigner kurz darauf in ihrer Rede lobend erwähnte: der zunehmende Trend zu Lebensmitteln aus der Region. "Ein herzliches Dankeschön an alle Landwirte, die stets dafür sorgen, ein so hohes Niveau zu halten", sagte Aigner. Deutschland sei, was Qualität anbelange, so weit wie kein anderes Land in der Europäischen Union. Trotzdem fehle nach wie vor bei vielen der richtige Bezug zu Lebensmitteln: "Kinder wissen nicht mehr, ob die Karotte am Strauch hängt oder in der Erde wächst. Und es wird viel zu viel weggeworfen." Das liege vor allem an der Unwissenheit der Menschen: "Wir müssen mehr Sensibilität schaffen und erreichen, dass sich die Leute mehr mit dem Verbrauch der Lebensmittel auseinandersetzen", sagte Aigner. Es sei heutzutage leider normal, für Essen kaum noch Geld auszugeben.

Außerdem sprach sich die Ministerin für bessere Bedingungen bezüglich Datenschutz und Sicherheit im Internet aus. "In einer Welt, die immer größer wird, brauchen wir Spielregeln. Gerade ältere Bürger sollen nicht überfordert werden und brauchen Hilfestellungen."