Weißenhorn Wahlkampf auf dem Bahnsteig

Machte Station in Weißenhorn: ÖDP-Bundeschef Sebastian Frankenberger. Foto: Carsten Muth
Machte Station in Weißenhorn: ÖDP-Bundeschef Sebastian Frankenberger. Foto: Carsten Muth
Weißenhorn / CARSTEN MUTH 02.07.2013
Wahlkämpfer Sebastian Frankenberger hat sich in Weißenhorn über die Bahnreaktivierung informiert. Der ÖDP-Bundesvorsitzende

war begeistert.

In gut drei Monaten sind Landtagswahlen in Bayern. Drei weitere Monate später sollen auf der Bahnstrecke zwischen Weißenhorn und Senden wieder Personenzüge fahren. Dass diese beiden Termine durchaus etwas miteinander zu tun haben, zeigte der Besuch von Sebastian Frankenberger gestern in Weißenhorn. Dort schaute sich der ÖDP-Bundesvorsitzende den Bahnhof an - um sich über das Bahnprojekt zu informieren.

Frankenberger war beeindruckt vom dem, was Jörg Zeeb von den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) während es Termins in der Fuggerstadt mitteilte. Die SWU haben, wie berichtet, die Strecke gepachtet und wollen diese für gut zehn Millionen Euro sanieren. "Da geht einem das Herz auf", sagte der ÖDP-Bundesvorsitzende: "Üblicherweise werden Schienen heute ja eher demontiert. Hier werden sie saniert."

Frankenberger befindet sich auf großer Wahlkampftour. 90 Tage lang radelt er durch den Freistaat, besucht dabei alle 90 Wahlkreise. Vor Ort will er mit möglichst vielen Menschen ins Gespräch kommen. "Radeln für Bayern", heißt die Aktion des 31-Jährigen, der 2009 als Initiator des am Ende erfolgreichen Volksbegehrens "Für echten Nichtraucherschutz in Bayern" bekannt geworden war.

Wie berichtet, sollen von Mitte Dezember an wieder Personenzüge auf der gut neun Kilometer langen Trasse zwischen Weißenhorn und Senden verkehren, auf der seit mehr als 40 Jahren nur Güterzüge fahren. Im Stundentakt wird es dann eine Verbindung von der Fuggerstadt zum Ulmer Hauptbahnhof geben. "Eine tolle Geschichte ist das", befand Frankenberger. Kritik an den bayerischen Behörden oder der Staatsregierung hörte der ÖDP-Chef nicht in der Fuggerstadt. "Das Genehmigungsverfahren ist wirklich gut gelaufen", sagte jedenfalls SWU-Projektleiter Zeeb.

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