Senden Vor 2017 kein Bahnhofsumbau in Senden

Senden / NID 08.03.2012

"Dann müssen wir improvisieren." Das antwortete der Sendener Bürgermeister auf die Frage, was aus dem Bahnhof wird, wenn 2013 die Zugstrecke nach Weißenhorn reaktiviert ist. Der Umbau der Gleise und der Bahnhofstraße werden nicht rechtzeitig fertig sein. Fünf Millionen Euro wird es kosten, alles zu realisieren. Eingerechnet ist auch der Neubau von zwei Busbahnhöfen beiderseits der Schiene. Die werden nötig, weil die durch die wiederbelebte Bahnstrecke frei werdenden 380 000 Kilometer an Fahrleistung im Jahr künftig anders genutzt werden: Busse übernehmen die Zubringerfunktion zum Zug, der Sendener Bahnhof wird Mobilitätsdrehscheibe. Zudem sind zwei Stellflächen für Autos und Räder vorgesehen sowie ein Fußgängersteg über die Gleise mit Abgang auf den Bahnsteig. Und wo klemmt es? Nicht bei der Stadt, sagt der Bürgermeister. Die Deutsche Bahn bremse. Die habe mitgeteilt, den Umbau des Bahnhofs 2017 anzugehen. Die Kommune müsste den Eigentümer des Bahnhofs an den Verhandlungstisch bekommen. Die Gespräche mit der zuständigen Verwaltungsfirma gestalten sich schwierig. Baiker hofft, dass es schneller geht. Der Bahnhof-Eigentümer wolle im angrenzenden Güterschuppen ein Paketverteilzentrum einrichten.

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