Vöhringen Vöhringen: Drei Millionen Euro mehr in der Kasse

Bürgermeister Janson schenkte den beiden Pfarrern Menzinger (rechts) und Teuffel (links) Glücksstäbe. Foto: iwe
Bürgermeister Janson schenkte den beiden Pfarrern Menzinger (rechts) und Teuffel (links) Glücksstäbe. Foto: iwe
Vöhringen / INGRID WEICHSBERGER 03.01.2012
Gute Nachrichten hatte Bürgermeister Karl Janson beim Neujahrsempfang in Vöhringen: Die Kommune bekommt mehr Geld aus der Gewerbesteuer.

Mit Glücksstäben hat Bürgermeister Karl Janson die beiden Pfarrer Michael Menzinger und Jochen Teuffel beim Neujahrsempfang in Vöhringen überrascht. Er erläuterte dabei auch den Sinn des Geschenks. Nach einer Überlieferung, für die es allerdings keinen Nachweis gebe, erklärte Janson, haben die armen Leute in Vöhringen und in Illerzell Glücksstäbe in den Garten gerammt und auf ein gutes neues Jahr gehofft.

In diesem Jahr braucht die politische Gemeinde diese Stäbe nicht, denn die Steuereinnahmen haben die Erwartungen weit übertroffen. "Es sind drei Millionen Euro mehr als wir erwartet haben", sagte Janson in seiner Neujahrsansprache im neuen Pfarrheim. Folglich braucht zur Finanzierung des Haushaltes 2011 kein Kredit aufgenommen werden - und auch der Griff in die Rücklagen wird nicht so tief wie geplant ausfallen. Entsprechend niedrig fällt auch die Pro-Kopf-Verschuldung aus, denn sie beläuft sich auf 225 Euro.

Ganz anders sieht es bei den beiden Kirchengemeinden aus. Die katholische Michaelskirche muss dringend saniert werden, im Altarraum fällt der Putz von der Decke. "Diese Reparatur wird sehr teuer und deshalb werde ich um Spenden bitten müssen", kündigte Pfarrer Michael Menzinger an. Aus der Bischöflichen Finanzkammer gibt es dafür keinen Zuschuss. Menzinger klagte auch über den zunehmenden Vandalismus um die Gotteshäuser in Vöhringen und Illerzell. In die Tasche greifen muss auch die Evangelische Kirchengemeinde: Ihr Gemeindehaus muss saniert und zudem energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden.

Beide Kirchengemeinden trennten sich überdies von ihren Büchereien. Diese werden nun unter der Regie der Stadt zusammengelegt. Und die Stadtbücherei hat ihre Räume im Erdgeschoss des Josef-Cardijn-Hauses.

Beim Neujahrsempfang im neuen Pfarrheim saßen die Besucher dichtgedrängt. "Wir bekommen Tuchfühlung und das freut mich, denn so kommen wir miteinander ins Gespräch", meinte der neue Kirchenpfleger, Andreas Kaffarnik.

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