Politik Vöhringen ringt um Nuxit-Statement

Vöhringen / Stefan Czernin 29.01.2018
Räte wollen die Neu-Ulmer nicht einfach ziehen lassen. Bürgermeister Karl Janson sträubt sich jedoch gegen eine Petition.

Karl Janson zierte sich. So recht wollte der Vöhringer Bürgermeister einem Antrag im Stadtrat von SPD-Stadtrat Volker Barth nicht nachkommen. Dieser hatte gefordert, dass die Stadt Vöhringen in einer  Stellungnahme Position zum geplanten Nuxit bezieht. So wie zuletzt die Nersinger in einer Petition. „Dass wir den Nuxit nicht unbedingt sinnvoll finden“, sagte Barth. Nun ist Karl Janson kein Nuxit-Verfechter, er halte das Ganze schlicht „für keine kommunale Angelegenheit“. Und noch dazu für eine komplizierte, man wolle doch „nichts Oberflächliches“ abliefern, gab er zu bedenken.

Das konnten nun wiederum einige Räte nicht nachvollziehen. Es gehe ja mehr um einen Appell für den Zusammenhalt, nicht um eine aufgeschlüsselte Kosten-Nutzen-Analyse. „Eine Willensbekundung können wir doch machen“, sagte Ludwig Daikeler (SPD). Der Nuxit sei „suboptimal“, findet Herbert Walk (CSU). „Das wird den Landkreis irgendwo auseinanderreißen.“ Noch deutlicher wurde SPD-Rat Werner Zanker. Er bezeichnete den angestrebten Nuxit als „grandiosen Blödsinn“, ausgelöst von einem „Anfall von Großmannssucht“ der Stadt Neu-Ulm.

Nun wird Bürgermeister Janson doch ein „kleines Schreiben“ zum Nuxit aufsetzen und erst mal den Fraktionen zuleiten. Es wird wohl diplomatischer ausfallen. 

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