Bildung VHS im Kreis Neu-Ulm macht 2016 leicht Miese

VHS-Mitarbeiter: (von links) Anneliese Richter, Sylvia Kolbe, Dieter Rösch, Gabi Gramm und Martina Müller.
VHS-Mitarbeiter: (von links) Anneliese Richter, Sylvia Kolbe, Dieter Rösch, Gabi Gramm und Martina Müller. © Foto: Manuela Rapp
Illertissen / man 06.04.2017

Gewaltiges hat die Volkshochschule im Landkreis Neu-Ulm (VHS) 2016 gestemmt. Oder, wie es ihr Geschäftsführer Dieter Rösch in der Mitgliederversammlung in Illertissen sagte: „Es war ein interessantes und schwieriges Jahr.“ Und es gab schöne Überraschungen: So erhielt die Institution den Integrationspreis der Regierung von Schwaben für ihre seit zehn Jahren angebotene Ausbildung zum Integrationsmentor mit Drei-Religionen-Fahrt.

Stolz ist Rösch auch auf die seit zwei Jahren laufende Reihe „TrotzDem(enz) – Lachen, Lieben, Leben“, die auf großes Interesse stoße. Der VHS-Mann lobte die Fotoausstellung „Lachen, Leben, Lieben im Alter“. Diese sei  „herausragend“. Auch mit diesen Fragen beschäftigte die VHS 2016: Wie bekommt man das gewaltige Wachstum auf nun 28 000 Unterrichtsstunden – das entspricht einem Plus von mehr als 16 000 in zwei Jahren – bei gleicher Personaldecke in den Griff? Dass die Hauptursache die sehr starke Nachfrage nach Deutschkursen ist, verwundere nicht.

Ein Meilenstein war der Umzug der Geschäftsstelle von Au nach Illertissen und teuer als gedacht. In dem Zusammenhang hob Rösch noch eine Besonderheit der Neu-Ulmer VHS hervor, ihre ungewöhnlich hohe Eigenfinanzierungsquote, die bei 50 bis 60 Prozent liegt. So sorgten etwa die Teilnehmergebühren im vergangenen Jahr für 380 000 Euro Einnahmen.

Dennoch wurde das Jahr  mit einem Minus von 20 000 Euro abgeschlossen. „Als unser Haushalt und unsere Jahresplanung 2016 erstellt wurden, war vieles unklar“, ging der Geschäftsführer auf die Ursachen ein. „Es gab große Unsicherheiten bei den Kalkulationen.“

Das sei kein Grund zur Beunruhigung: „2017 haben wir mit diesem Minus begonnen“, erklärte Dieter Rösch, doch werde der diesjährige Etat, der mit 780 000 Euro veranschlagt sei, zum Jahresende ausgeglichen sein. „Viele Ausgaben vom vergangenen Jahr fallen nicht mehr an.“ Außerdem werden heuer statt 30 000 nun 50 000 Euro an Zuschüssen vom Land fließen.