Entsorgung Verwirrung wegen neuem Halteverbot

Senden / Niko Dirner 14.02.2018
In der Lechstraße schafft die Sendener Stadtverwaltung Platz für das Müllauto. Das versteht nicht jeder.

Ein neues Halteverbotsschild verwundert in Senden Anwohner der Lechstraße. Zum einen stoßen sich Nachbarn am Standort des Schildes vor einem abgesenkten Bordstein. Davor dürfe so oder so nicht geparkt werden, meint ein Anwohner. Zum anderen verwirrt die zeitliche Gültigkeit des Parkverbotes. Gelten soll es nämlich nur von Sonntag, 19 Uhr, bis Mittwoch, 12 Uhr. „Das ist doch ein Schildbürgerstreich“, meint ein Sendener.

Mitnichten, antwortet Martina Rupprecht von der Stadtverwaltung. Es sei zwar richtig, dass Parken vor einem abgesenkten Bordstein – wie es ihn wegen Grundstücksausfahrten auf der Südseite der Lechstraße fast durchgehend gibt – laut Straßenverkehrsordnung untersagt ist. Dies gelte allerdings nicht, wenn der Hausbesitzer selbst vor der Ausfahrt parkt und eventuell gegenüberliegende Ausfahrten damit nicht behindert – und das sei in dieser Straße „regelmäßig“ der Fall. Zudem gibt es einen einzigen völlig unproblematischen Parkplatz auf der Südseite, er liegt gegenüber der Einmündung der Mindelstraße und wird vom neuen Parkverbot auch erfasst. Das nun ausgesprochene temporäre Parkverbot für die gesamte Südseite der Lechstraße greift also durchgehend.

Auf Abfuhrtage beschränkt

Die sachliche Begründung lautet, dass eine leere Südseite wichtig ist für die Müllabfuhr. Zum einen, damit die Abholfahrzeuge nicht mehr „Zick-Zack“ (Rupprecht) um die vor den Einfahrten geparkten Autos herumfahren müssen. Und zum anderen, damit die Fläche gegenüber der Mindelstraße frei ist, um dort Mülltonnen aufzustellen – auch die Tonnen aus der Mindelstraße, da diese vom Müllauto nicht angefahren werden könne. Rupprecht zusammenfassend: „Aus diesem Grund wurde ein auf die Abfuhrtage begrenztes Halteverbot errichtet.“

Einer der Anwohner bleibt bei seiner Kritik an dem neuen Verbot. „Das ist doch wie wenn man mit Kanonen auf Spatzen schießt.“ Die Stadtverwaltung hätte das Gespräch mit den Hausbesitzern suchen sollen, statt gleich ein Schild aufzustellen.