Bildung Verein finanziert Förderung für Kinder

Mit Sponsoren und Aktionen unterstützt der Verein die Schulen.
Mit Sponsoren und Aktionen unterstützt der Verein die Schulen. © Foto: Verein „Chance auf Bildung“
Nersingen / Von Michael Janjanin 03.08.2018

Das große Fest zum zehnjährigen Bestehen ist schon fast zwei Monate her: Der Verein „Chance auf Bildung – Zeit für Kinder“ ist zum festen Bestandteil für die Förderung von jungen Leuten geworden, die es schwerer haben, im Bildungssystem Fuß zu fassen. Das Fest hat auch seinen Nachhall in das nächste Schuljahr hinein: Der Verein gibt Spenden und Geld aus Aktionen an die Einrichtungen in der Gemeinde weiter. 20 000 Euro bekommen die Schulen, um den Einsatz von Fachkräften für zusätzliche Förderung für Kinder mit Lernproblemen zu ermöglichen. „Jedes Kind, das Hilfe benötigt, wird gefördert“, teilt Heike Wiedenmann, im Verein für Öffentlichkeitsarbeit zuständig, mit. Das Geld sei in Absprache mit den jeweiligen Schulleitern verteilt worden.

Die Grundschule Nersingen könne so die beiden bisherigen Kräfte mit 14 Wochenstunden auch für das kommende Schuljahr finanzieren. So würden die ersten beiden Klassen individuell unterstützt. Der kleineren Grundschule in Oberfahlheim sowie der Grundschule in Straß stünden für das neue Schuljahr ebenfalls je zwei Kräfte für rund sieben Stunden die Woche zur Verfügung. Die Mittelschule erhält einen Scheck für individuelle Förderung der 5. und 6. Klasse durch zwei Zusatzkräfte für wöchentlich sechs Stunden.

Das pädagogisch qualifizierte Personal – insgesamt acht Personen – werde von den Schulleitern entsprechend dem Bedarf eingesetzt. Die Arbeitsverträge seien vom Förderverein ausgearbeitet. Dieser hat sich seit zehn Jahren zum Ziel gesetzt, „benachteiligten Kindern frühestmöglich einen soliden Grundstein für eine glückliche Schullaufbahn und somit für eine gute Ausbildung zu legen“, ergänzt Heike Wiedenmann.

„Die Arbeit des Fördervereins hat ein Bündnis für Kinder ins Leben gerufen“, gratuliert denn auch Bürgermeister Erich Winkler dem Verein zu seiner Arbeit und bemüht ein afrikanisches Sprichwort: „Man braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Wir alle stehen in der Verantwortung.“ Doch die Umsetzung stelle für jede Kommune in der Tat eine finanzielle Herausforderung dar. Umso wichtiger sei das Engagement des Vereins.

Viele Ehrenamtliche im Einsatz

Aufmerksamkeit Der Nersinger Verein hat neben festangestellten Pädagogen und Erziehern auch viele ehrenamtliche Mitarbeiter. Zum Beispiel für Hausbesuche, Einzelgespräche, Mittagsbetreuung und persönliche Begleitung durch schwierige Zeiten. „Es ist sehr wichtig für alle Menschen, das Gefühl zu haben, dass jemand sich für einen Zeit nimmt und aufmerksam zuhört“, hat die Vorsitzende Claudia Clages zum zehnjährigen Bestehen der SÜDWEST PRESSE gegenüber gesagt.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel