Der neue Bedarfsplan war das zentrale Thema in der Jahresversammlung der freiwilligen Feuerwehr in Unter­elchingen. Das Gerätehaus in Unterelchingen entspricht nicht mehr den aktuellen Standards, im Bedarfsplan hatte der Gutachter zehn Mängel mit einem hohen Risikograd aufgelistet. Unter anderem sind die Stellplätze für die Fahrzeuge zu klein. Schon bei der Höhe wäre eine eventuelle Neuanschaffung problematisch.

Kommandant Marcus Herrmann favorisiert einen eigenen Neubau, im Bedarfsplan ist jedoch von einem gemeinsamen Gerätehaus für Ober- und Unter­elchingen die Rede. Schon mehrfach beschäftige sich der Gemeinderat mit dem Thema. Das sorgte für reichlich politischen Zündstoff in Elchingen. Bürgermeister Joachim Eisenkolb möchte mit einem Grundstücksbesitzer über einen potentiellen Grunderwerb verhandeln, ein Mandat des Gremiums hat der Rathauschef dafür jedoch nicht. Und genau das ist das Problem, denn der Gemeinderat sucht noch nach anderen Möglichkeiten. Eisenkolb und Herrmann sind sich jedoch einig, dass es nun zeitnah weitergehen soll. Eisenkolb: „Bis in zwei Jahren soll ein Grundstück gefunden sein oder noch besser gleich das neue Gebäude stehen.“­

2017 haben die Unterelchinger Brandbekämpfer 737 Arbeitsstunden in 62 Einsätzen absolviert. Die Einsätze verteilten sich auf hauptsächlich auf 30 technische Hilfeleistungen und zehn Brandeinsätze. Die Wehr besteht derzeit aus 38 aktiven Helfern, die Jugendabteilung hat 9 Mitglieder.

Für ihre 20-jährige aktive Mitarbeit wurden Frederik Ulbricht und Jochen Topitsch geehrt. Martin Hiller ist seit 25 Jahren in der Feuerwehr aktiv, Gerhard Wuchenauer und Thomas Link kommen auf 30 aktive Dienstjahre.