Senden Und es wird doch gebaut

Senden / NIKO DIRNER 04.07.2013
Seit Jahren hat Senden kein großes Baugebiet - und das wird vorerst auch so bleiben. Doch hier und da sind Wohnhäuser geplant oder bereits im Entstehen. Eine Übersicht, ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Bis zu 60 Familien, die in Senden bauen wollen oder eine Unterkunft kaufen wollen, haben sich im Rathaus registrieren lassen. Das erzählt Bürgermeister Kurt Baiker immer wieder gerne, um die Notwendigkeit des Baugebietes "Am Stadtpark" zu unterstreichen. Dieser große Wurf wird so bald wohl nicht kommen - aber im Kleinen tut sich doch einiges in Sachen Haus- und Wohnungsbau in Senden.

Angerückt sind die Bagger bereits auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Alpenhof in Ay. Der Altbestand ist weg, schon geht es in die Tiefe. Entstehen sollen vier dreigeschossige Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 28 Wohnungen. Das Interesse sei "sehr hoch", sagt ein Vertreter der Firma Hms Immobilien. Die Hälfte der Wohnungen sei bald verkauft. Fertigstellung soll im Frühjahr 2014 sein, angepeilt ist der Mai.

Bald losgehen soll es auf dem bislang vom Holzbaubetrieb Eberhardinger&Bosch genutzten Grundstück an der Langen Straße in Wullenstetten. Dort erstellt die Ludwigsburger Firma Baustolz 20 Reihenhäuser - und zwar nach eigenen Angaben dank einer hohen Standardisierung zu sehr günstigen Preisen. Das sei ideal für junge Familien, die bislang in Senden kaum fündig geworden sind. Sechs Häuser sind bereits verkauft, zwei weitere Häuser reserviert, mit weiteren Interessenten sei man im Gespräch, sagt Steffi Strenger von der Niederlassung München. Somit werde noch in diesem Monat der für einen Baubeginn notwendige Verkaufsstand erreicht. "Und dann kann es losgehen."

Auch rund ums Rathaus tut sich was: Direkt gegenüber des Ausgangs will die MR Wohnbebauung ein viergeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit Flachdach bauen. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss sollen maximal fünf Gewerbeeinheiten entstehen, sagt ein Firmensprecher. Darüber sind elf Wohnungen vorgesehen. Das bestehende Gebäude, ein altes, zweigeschossiges Haus, muss weichen. Im Internet werden die Wohnungen und Ladengeschäfte bereits angeboten. Auch die VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn plant einen Neubau am Rathaus: In der Uhlandstraße soll auf einem bebauten Grundstück ab Jahresende ein Haus mit zehn Wohnungen entstehen. Als Einzugstermin wird 2015 genannt.

Auch in der Haydnstraße kündet ein Werbebanner von einem Neubauvorhaben: Über dem "Da Capo" will Stadtplaner und Architekt Harald Burkhardt, dessen Familie das Gebäude gehört, bis zu zwei Stockwerke draufsatteln. Zwölf Wohnungen, die sich leicht in Praxen oder Büros umwandeln ließen, seien denkbar, sagt Burkhardt. "Ich bin ein Freund flexibler Nutzungen." Derzeit sondiere er den Markt, losgehen soll es zum Jahresende.

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