Entsorgung Um die Container ist es sauberer

Senden / Niko Dirner 06.07.2018

Zusatz-Container, eine Informationskampagne und verstärkte Kontrollen: So sind die Stadt Senden und der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) des Landkreises in den vergangenen drei Monaten gegen zugemüllte Container-Plätze vorgegangen. Wie berichtet, sind besonders die Standorte Bahnhofstraße, Festplatz, Erich-Rittinghaus-Straße und Richard-Wagner-/Brucknerstraße oft verdreckt. Die Aktion sei teilweise durchaus erfolgreich gewesen, sagte AWB-Leiter Thomas Moritz gestern im Werkausschuss des Kreistages.

Gute Ergebnisse könne er etwa vom Festplatz vermelden. „Hier hat sich die Situation deutlich verbessert.“ Dort sind wie bei den Wohnblocks zusätzliche Großcontainer für Papier und Pappe aufgestellt worden. Ganz in den Griff bekommen könne man das Thema aber nicht, meinte der Werkleiter. „Es wird nie gelingen, dass die Container-Standorte blitzeblank sind.“ Er habe bei Vor-Ort-Terminen die Erfahrung gemacht, dass es vielen Leuten „wurscht“ ist, dass sie jemand dabei beobachtet, wie sie Abfall neben den Containern entsorgen.

Gelbe Säcke liegen immer

Die Begründung laute dann: „Hier wird doch eh aufgeräumt.“ Oder es heiße, man habe keine Zeit oder keine Lust zum Wertstoffhof zu fahren. Die meisten kämen zu Fuß, seien nicht identifizierbar. Video-Überwachung sei da wirkungslos. „Und jemanden festhalten, bis die Polizei kommt, wollte ich nicht.“ Gelbe Säcke würden sowieso immer rausgelegt, unabhängig von den Abholtagen – „drei Tage davor, zwei Tage danach“, das sei Usus.

Dass Mülltüten abseits von Mülleimern abgelegt werden, dass Kaffee-to-go-Becher oder Fast-Food-Behälter auf der Straße oder in der Landschaft entsorgt werden, gebe es übrigens nicht nur in Senden, sagte Moritz, das sei „ein grundlegendes gesellschaftliches Problem“. Die Ex-und-hopp-Mentalität aus den 80er Jahren sei wieder angesagt.

Trotzdem oder gerade deshalb sollten die Container-Standorte erhalten bleiben. Diese seien etabliert sowie viel frequentiert – und würden auch ohne die Müllbehälter weiterhin genutzt werden, sagt Moritz. Speziell in Senden sei es so, dass die Restmüllbehälter immer voll sind. Er wolle auf die Kommune einwirken, dass diese größere Behälter aufhängt.

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