Veranstaltung Trotz Regen: Weiherfest gut besucht

Die Besenkracher fetzen beim Weiherfest.
Die Besenkracher fetzen beim Weiherfest. © Foto: Thomas Vogel
Senden / Thomas Vogel 24.07.2018

Algenteppiche auf dem Weiher. Schlecht. Weiherschlangen auf dem Teller. Gut. Nein: Vorzüglich. Ebenso wie das Kesselfleisch, das gleichfalls zu den angestammten kulinarischen Angeboten auf dem Weiherfest der „Harmonia“ Wullenstetten zählt, so wie besagte Mehlspeise. Dabei gibt es noch weitaus mehr als die beiden Lockmittel, die zu einem Besuch der Traditions-Hockete animieren. Die musikalische Palette trägt, wie es sich für einen Musikverein geziemt, ebenso einen gehörigen Teil dazu bei wie die idyllische Lage des Festgeländes mit einem hohen Romantik-Potential. Dazu kommt ein gewisser Bekenntnis-Faktor. „I bin a Dorfkind, und darauf bin i stolz.“ Die Gelegenheit, diesen Refrain mitzusingen, wurde durchaus genutzt. Was da wohl in einem Städter vor sich geht?

Nur das Wetter – nun ja, das bescherte den Veranstaltern heuer ein Wechselbad an Gefühlen und weniger Zulauf als in den Vorjahren. Mal schnürte der Regen, mal lachte die Sonne, mal drohten die Wolken auch nur. Sicherheitshalber war ein Teil des Geländes unter Zelte verpackt, und der open-air geplante Hauptact fand im Saal statt.

Konzert in Saal verlegt

Den Besenkrachern war dies freilich ziemlich egal. Das auf Party geeichte Septett von droben von der Alb zog auch indoor alle Register seines musikalischen Turbostimmungspops, einer Melange aus forciert interpretierten Traditionals und krachledern gegerbtem Rock mit Mitsing-Anreiz. Es war dann bereits zu vorgerückter Stunde, als dann der Bob, der Publikumslindwurm, durch die Kurven fluppte.

Die Schwabenmusiker und die Musikkapelle Illerberg-Thal hingegen pflegen die traditionelle Blasmusik. Das passte ebenso, auch wenn der Biergarten zeitweilig nur unter Planen stattfinden konnte. Eine Absage der Festivität habe nie im Raum gestanden, erzählte „Harmonia“-Vorsitzender Stephan Theobald, der alles andere als unzufrieden wirkte. „Unsere Besucher hielten uns die Treue.“ Freilich: Ob nach der Abrechnung wenigstens eine schwarze Null in der Bilanz stehen würde, ließ er offen.

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