Beerdigung Trauer in Gemeinde und Musikverein um Stephan Codan

man 13.03.2017

„Lieber Stephan, ruhe in ewigem Frieden“ – so verabschiedete sich Balzheims Bürgermeister Günter Herrmann von Stephan Codan, der am Samstag auf dem Oberbalzheimer Friedhof unter sehr großer Anteilnahme der Öffentlichkeit beigesetzt wurde. „Wir verneigen uns in Dankbarkeit und Anerkennung“, zollte Herrmann namens der Gemeinde und ihrer Gremien sowie des Zweckverbands „Musikschule Iller-Weihung“ dem im Alter von 49 Jahren verstorbenen Gemeinderat, zweiten stellvertretenden Bürgermeister und Vorsitzenden des Musikvereins seinen Respekt. Stephan Codan habe die örtliche Entwicklung maßgeblich mit bestimmt und mit begleitet.

Seit September erkrankt, „hatte er keine Angst vor dem Tod“, sagte Pfarrer Thomas Breitkreuz. Gespannt sei Stephan Codan auf das gewesen, was komme. „Keiner hat gerechnet, dass es so schnell geht.“ Nun gelte es Abschied zu nehmen vom Ehemann und Vater, vom Sohn und Bruder, vom Verwandten und Freund, vom Gemeinderat und Nachbarn, vom Weggefährten und Geschäftspartner. „Bei aller Trauer darf aber der Dank für all das Frohe, das wir miteinander erlebten, nicht vergessen werden.“

„Seine Metzgerei war sein Leben“, erinnerte Breitkreuz an Stephan Codans Leidenschaft für seine Arbeit mit der er im Team mit seiner Frau Maria an das Lebenswerk seines Vaters und Großvaters anknüpfte. Auch die Musikkapelle sei ihm eine Herzenssache gewesen. Seinen beiden Kindern habe er den Grundsatz „Man soll den anderen so behandeln, wie man selbst behandelt werden will“ mitgegeben. „Er war da, wenn es darauf ankam – so lautete das Lebensmotto Stephan Codans, gerade auch, was den Musikverein anbelangte.“

Die Musiker spielten einfühlsam gewählte Stücke. Zu Tränen gerührt waren viele, als die Urne zu Leonard Cohens „Hallelujah“ zum Grab getragen wurde. „Es ist schwer, Worte zu finden“, sagte Holger Walcher, Vize-Vorsitzender der Kapelle. „Wir sind tief getroffen von der Todesnachricht.“ Mit Stephan Codan verliere der Verein einen liebenswerten und ehrlichen Menschen. „Es wird immer eine Lücke bleiben.“