Es erfordert absolute Konzentration und Körperspannung, baut Stress ab und ist auch für junge Sportler ein großes Vergnügen. „Bogenschießen ist die neue Trendsportart“, sagte Vöhringens Bürgermeister Karl Janson am Wochenende in Illerberg/Thal. Denn dort gab es für den Zimmerstutzen-Schützenverein einen doppelten Grund zum Feiern: Während des jährlichen Sommerfests feierte nicht nur die Böllergruppe des Schützenvereins ihr 20-jähriges Bestehen; gleichzeitig wurde unterhalb der Schule und der Mehrzweckhalle das Bogenheim offiziell eingeweiht und von Kaplan Simon Stegmüller gesegnet.

Bereits im Februar 2014 hatte der Vorstand des Schützenvereins den Beschluss gefasst, eine Bogenabteilung zu gründen. Allerdings fehlte damals noch der geeignete Platz. Eine Anfrage bei der Stadt Vöhringen wurde zwar umgehend mit einer Nutzungsgenehmigung des Sportgeländes unterhalb der Mehrzweckhalle beantwortet.

„Da hatten wir dann also einen Platz, aber keine Unterkunft für Geräte und Bogenschützen“, sagte Vereinsvorsitzender Anton Schrapp. Einer weiteren Bitte an die Stadt für den Bau einer Gerätehütte wurde ebenfalls umgehend grünes Licht gegeben, erinnert sich Schrapp. Am 13. Juni 2015 war der Spatenstich und nur vier Tage später rollte ein Kran-Lastwagen nach Illerberg, um dort zwei Doppelcontainer für die Bogenschützen aufzustellen.

In Eigenleistung bauten die Vereinsmitglieder das Domizil inklusive Küche aus, das es ermöglicht, „den Sportbetrieb in einer guten Atmosphäre stattfinden zu lassen“, sagte Schrapp.Denn der Zulauf, besonders von Jugendlichen und Kindern, zur Bogenabteilung sei gewaltig, berichtete Janson: „Viele örtliche Vereine tun sich schwer, Nachwuchs zu gewinnen. Ihr aber nicht.“

Bogenschießen ist beliebt

Mit Benjamin Schölzel, Monika Wiesmaier und Heiko Strähle haben die Bogenschützen denn auch drei erfahrene Trainer für die rund 15 Kinder und Jugendlichen sowie für die etwa ein Dutzend Erwachsenen.

Nach der Einweihung des Bogenheims durften dann die zahlreichen Böllerschützen auf dem Sportplatz aufmarschieren und mit ihren Handböllern ein beeindruckendes Lärmfeuerwerk zum Besten geben.