Vor kurzem hat sich die Elchinger CSU an den Leutkircher Unternehmer Christian Skrodzki gewandt. Sie hatte die Idee, eventuell Studenten ein Nutzungskonzept für das Empfangsgebäude des Thalfinger Bahnhofs erstellen zu lassen, sagte Vorsitzender Florian Schirmer auf Anfrage der SÜDWEST PRESSE.

Skrodzki ließ die Christsozialen wissen, dass er nicht mehr der richtige Ansprechpartner sei, da das Gebäude wohl demnächst verkauft werde. Momentan verhandle er mit einem "sehr seriösen" Interessenten, der den Bahnhof kaufen und auch selbst so nutzen wolle, "dass es für Thalfingen einen Sinn macht", erklärte Skrodzki gegenüber unserer Zeitung. Auch andere Investoren hätten angeklopft.

Wie mehrfach berichtet, hatten Skrodzki und sein Geschäftspartner als "Historisches Kaufhaus Anker OHG" den Bahnhof im Juni 2012 für 29.500 Euro ersteigert. Die Gemeinde hatte 25.000 Euro geboten. Allerdings hatte Skrodzki stets betont, er ziehe eine öffentliche Nutzung vor und sei offen für Vorschläge aus Elchingen.

Auf die habe er zweieinhalb Jahre gewartet. Abgesehen von Anfragen einer einzelnen Bürgerin habe er aus der Gemeinde lange nichts mehr gehört. Aus dem vor einem Jahr ins Auge gefassten Plan, dass sein Geschäftspartner Alfons Keck den Bahnhof alleine übernimmt und saniert, sei nichts geworden. Allerdings ist Skrodzki optimistisch, dass die laufenden Verhandlungen "in ein paar Monaten" zu einem guten Ergebnis für Thalfingen führen.

Auch was die Lösung der Parkplatzfrage vor dem Empfangsgebäude angeht, ist er zuversichtlich. Er als derzeitiger Besitzer des Grundstücks dulde es, dass Pendler dort ihre Autos abstellen. Mit dem neuen Eigentümer werde sicher eine Regelung gefunden. Erfahrungsgemäß müsse die Gemeinde für "Park-and-Ride"-Plätze sorgen.

Deshalb will auch die örtliche CSU am Thema dranbleiben, sagte Schirmer. Er ziehe den nahegelegenen Festplatz in Betracht. Ein Durchbruch von der bestehenden Unterführung und damit ein direkter Zugang vom Platz zu den Bahnsteigen wären seiner Ansicht nach ohne großen Aufwand machbar.