Infrastruktur 2018 kommt das schnelle Internet flächendeckend

Schnelles Internet soll es in Senden ab 2018 für alle geben.
Schnelles Internet soll es in Senden ab 2018 für alle geben. © Foto: dpa
Senden / Niko Dirner 19.12.2017
2018 geht es ab in Senden: Die Telekom will die Stadt flächendeckend mit schnellem Internet versorgen. 29 Schaltkästen sind geplant.

Eine Untersuchung besagt, dass in Senden 161 Gebäude nicht ausreichend mit schnellem Internet versorgt sind. Bald werden es nur noch drei sein: Schon im kommenden Jahr wird die Telekom in das Netz investieren und Senden nahezu komplett selbst ausbauen. Das wurde jetzt im Stadtrat bekannt. Und auch, dass man im Rathaus recht überrumpelt wurde von dem Tempo, das der Telekommunikationsgigant vorlegt.

„Kurzfristig“ habe das Unternehmen seinen Zeitplan vorgestellt, berichtete Jörg Portius, der in der Stadtverwaltung auch für die Netz -Infrastruktur zuständig ist. Nachteil aus Sicht der Stadtverwaltung: „Wir haben keine Chance Synergieeffekte zu erzielen.“ Sprich: Kanalerneuerungen oder andere Tiefbauarbeiten auf die Grabungen der Telekom abzustimmen. Die genauen Standorte der vorgesehenen 29 neuen Schaltkästen müssten jetzt schnell mit der Telekom abgestimmt werden. Über diese Schaltkästen sollen die vorhandenen Kupferkabel mit dem so genannten „Vectoring“ (siehe Info-Kasten) aufgerüstet werden.

Dadurch werden Übertragungsgeschwindigkeiten von mindestens 30 Megabit pro Sekunde für fast jeden Haushalt in Senden möglich – die Einschränkung muss gemacht werden, da bisher drei Haushalte vom Ausbauprogramm ausgeschlossen werden. Die 30 Megabit sind das, was die Telekom mindestens bereitstellen muss. „Im größten Teil des Stadtgebietes“ sollen sogar 100 Megabit pro Sekunde angeboten werden, berichtete Portius den Stadträten.

Da das manchen heutzutage immer noch nicht reiche, arbeite die Stadtverwaltung derzeit an einem „Masterplan“ für den Glasfaserausbau, ergänzte Bürgermeister Raphael Bögge. Zudem gebe es ja seit 2016 Senden-Connect. Dabei handelt es sich um eine Internet-Verbindung, die über Funk läuft. „Damit haben wir ein redundantes System“, sagte Bögge, also eine zweite Lösung mit vergleichbarer oder sogar besserer Leistung. Einige Unternehmen hätten sich bereits angeschlossen, etwa das IT-Unternehmen Innowake an der Robert-Bosch-Straße. Am Aufbau dieses Netzes hatte sich die Stadt beteiligt. Für den terrestrischen Netzausbau fallen, da sich die Telekom nun einbringt, die eingeplanten 100 000 Euro nicht an.

Von DSL zu VDSL hin zum Vectoring

Entstörung Aus Ausbauvariante sei Vectoring „die Zukunft“, sagt die Telekom. Dabei werden in den Verteilerkästen die Störungen zwischen den Kupferleitungen beseitigt. So können die Datenpakete schneller flitzen.

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