Die Deutsche Telekom hat die öffentliche Ausschreibung für den Illertisser Internet-Ausbau für die Ortseile Jedesheim, Au, Beltinshausen und Tiefenbach gewonnen. Das geht aus einer Pressemitteilung der Telekom hervor. Ab dem ersten Quartal 2019 könnten demnach rund 1330 Haushalte Anschlüsse mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 Megabit pro Sekunde nutzen. Stadt und Telekom unterschrieben dazu einen Vertrag. Die Telekom werde rund acht Kilometer Glasfaser verlegen und 15 neue Verteiler aufstellen. Das neue Netz werde so leistungsstark sein, dass nicht nur Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich seien, sondern auch Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud.

„Die Ansprüche der Bürgerinnen und Bürger an ihren Internet-Anschluss steigen ständig. Bandbreite ist heute so wichtig wie Gas, Wasser und Strom“, wird Jürgen Eisen, Bürgermeister von Illertissen, in der Pressemitteilung zitiert. „Wir haben mit der Telekom einen starken Partner an der Seite. So sichert sich unsere Stadt einen digitalen Standortvorteil und wird als Wohn- und Arbeitsplatz noch attraktiver.“

„Wir danken der Stadt Illertissen für das entgegengebrachte Vertrauen und werden das Projekt zügig umsetzen,“ heißt es von Projektleiter Peter Bohnacker in der Pressemitteilung. „Wir versorgen Illertissen mit moderner Technik und machen die Stadt damit zukunftssicher.“ „Wir freuen uns, dass wir mit unserem Angebot die Stadt überzeugen konnten,“ sagt Florian Goldhofer, Regio Manager der Telekom Deutschland GmbH. „Wir legen heute den Grundstein für die digitale Zukunft in Illertissen. Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen.“ So komme das schnelle Netz ins Haus.

Auf der Strecke zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle und dem Verteiler werde das Kupfer- durch Glasfaserkabel ersetzt. Das sorge für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten. Die Verteiler würden zu Multifunktionsgehäusen (MFG) umgebaut. Die großen grauen Kästen am Straßenrand würden zu Mini-Vermittlungsstellen. Im MFG werde das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Es gelte die Faustformel: Je näher der Kunde am MFG wohnt, desto höher sei seine Geschwindigkeit.