Kultur Tag des Denkmals: Geschichte zum Anfassen

Region / Wilhelm Stein 08.09.2018

Mehr als 7500 historische Denkmäler öffnen am morgigen Sonntag in ganz Deutschland ihre Türen für Besucher. Auch in der Region findet der Tag des offenen Denkmals statt. Das heißt: Baudenkmale, Parks und archäologische Stätten, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind, können dann genauer unter die Lupe genommen werden. Ein Überblick über die Aktionen für morgen.

Kreis Neu-Ulm
Das Kloster Roggenburg wurde 1126 gestiftet, im Laufe der Jahrhunderte im Barockstil erneuert. Es fiel 1802 unter staatliche Obhut. Erst 1982, nach 180 Jah­ren, be­sie­del­te ein neu­er Kon­vent die his­to­ri­sche An­la­ge. Die Führungen durch das Kloster und die Klosterkirche beginnen am Sonntag um 11, 14, 15 und 16 Uhr. Um 15 Uhr steht eine Führung durch den Klostergarten auf dem Programm. Zwischen 11 und 17 Uhr bleibt Zeit für einen Rundgang durch das Klostermuseum mit seinen Gold- und Silberschätzen.

In Straß wird die Pfarrkirche St. Johann Baptist von 11 bis 17 Uhr geöffnet sein. Um 11.15 Uhr und um 14 Uhr gibt es eine Führung durch das Gotteshaus.

Nersingen feiert sein 875-Jähriges Jubiläum. Aus diesem Grund findet am Sonntag eine Fahrradtour durch historische Orte rund um die Gemeinde statt. Es werden die Römerkastelle, Alemannen, Silberschätze und Sühnekreuze erkundet. Die Tour ist zwölf Kilometer lang, Beginn ist um 13 Uhr an der Katholischen Ulrichs Kirche.

Alb-Donau-Kreis
In Ersingen ist die evangelische St.-Franziskus-Kirche von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Führung beginnt um 16 Uhr. Die Kirche mit gotischem Chor wurde 1476 errichtet und nach einem Feuer 1766/67 im Barockstil erneuert.

In Hüttisheim hat die Pfarrkirche Sankt Michael offen – in der Zeit von 14 bis 17 Uhr. Die Kirche wurde 1913 bis 1920 im Neorenaissance-Stil gebaut. Die original erhaltene Innenausstattung ist neu restauriert. Führungen gibt es um 14 und 15.30 Uhr.

Die Sankt Martinskapelle in Munderkingen wurde erstmals Anfang des 14. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Nach wechselvoller Geschichte und Nutzungen wurde sie aufwendig saniert. Führungen in der Kapelle, die am morgigen Sonntag offiziell eröffnet wird, gibt es um 14.30 und 16 Uhr. Geöffnet für Besucher ist sie am 9. September von 14 bis 17 Uhr.

In Oberdischingen kann man zwischen 11 und 17 Uhr den historischen Kanzleibau besichtigen, in dem auch das Rathaus beheimatet ist. Der Bau stammt aus dem Jahr 1767. Dort ist auch eine Dokumentation über den Ersten Weltkrieg zu sehen.

In Schelklingen öffnet das so genannte „Stellwerk 1“. Dieses Technikdenkmal wurde 1901 errichtet und war bis 1992 in Betrieb. Es kann in der Zeit von 9 bis 16 Uhr besichtigt werden.

In Schelklingen-Teuringshofen öffnet als weiteres technisches Denkmal das historische Pumpwerk der Albwasserversorgung – und zwar in der Zeit von 13 bis 17 Uhr. Führungen finden bei Bedarf statt.

Einblicke gewährt auch die St.-Stephanus-Kirche in Westerheim: zwischen 11 und 17 Uhr. Die Kirche wurde in den Jahren 1787 und 1788 im „Zopfstil“ errichtet, in der Übergangszeit vom Barock zum Klassizismus. Führungen gibt es um 14 und 16 Uhr. 

Landkreis-Biberach
Der Laupheimer „Judenberg“ ist ein Kulturdenkmal als Spiegel der christlich-jüdischen Ortsgeschichte. Infos gibt es dort etwa zur ersten Ansiedlung jüdischer Familien um das Jahr 1730. Die Führung in Laupheim beginnt um 14 Uhr vor dem Haus am jüdischen Friedhof, Judenberg 24.

„Entdecke, was uns verbindet“

Motto Der Tag des offenen Denkmals findet zum 25. Mal statt. Das Motto in diesem Jahr – „Entdecken, was uns verbindet”– bezieht sich auf das Europäische Kulturerbe-Jahr 2018. Seit 1993 wird der Tag des offenen Denkmals bundesweit von der Stiftung Denkmalschutz koordiniert.

2018 Die Europäische Kommission hat unter dem Motto „Sharing Heritage“ (englisch: das Erbe teilen) das Jahr 2018 als erstes europäisches Kulturerbe-Jahr ausgerufen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel