Sportverein SV Nersingen plant großen Wurf

Ralph Hamann und Claudia Schempf im Ehrungswäldchen des SVN.
Ralph Hamann und Claudia Schempf im Ehrungswäldchen des SVN. © Foto: Lisa Maria Sporrer
Nersingen / Lisa Maria Sporrer 04.07.2018

Ein Verein braucht Visionen, und die hat Ralph Hamann zuhauf: „Ich wünsche mir eine Radfahr-Abteilung, eine Eisstock-Sommerbahn. Wir müssen als Verein attraktiv bleiben. Vielleicht mit eigenen Gymnastikräumen. Oder sogar einem eigenen Funktionsgebäude“, sagte der Vorsitzende in der Jahreshauptversammlung.

Die Visionen sind keine Illusionen: In seinem 90. Jubiläumsjahr ist der rund 950 Mitglieder zählende Sportverein finanziell gut aufgestellt. Das war nicht immer so. Noch vor einigen Jahren drohte die Pleite. Jetzt muss sich der schuldenfreie Verein überlegen, wie er das Geld, das die insgesamt fünf Abteilungen kontinuierlich erwirtschaften, investieren will. Denn Geld anhäufen darf ein Verein nicht, sonst verliert er seine Gemeinnützigkeit. „Vielleicht schaffen wir den großen Wurf. Vielleicht schon zum 100-jährigen Vereinsjubiläum“, sagte Hamann.

Freizeitturnier lohnt sich

Neben den Mitgliedsbeiträgen, der Verpachtung des Vereinsheims und den ehrenamtlichen Eigeninitiativen der Abteilungen ist das alljährliche Freizeitturnier die wichtigste Einnahmequelle des Vereins. „Der enorme Aufwand mit gut 150 freiwilligen Helfern hat sich auch in diesem Jahr wieder gelohnt. Auch wenn wir diesmal fast an unsere Grenzen gestoßen sind, weil wir von den üblichen drei Tagen ab Fronleichnam noch unseren Festakt und Ehrenabend zum 90-jährigen Bestehen gefeiert haben“, blickte Hamann auf die vier Tage Ende Mai zurück.

Bald steht indes ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm des Vereins: Am Sonntag, 8. Juli, kickt der Fußball-Zweitligist 1. FC Heidenheim gegen die Nersinger bei einem Freundschaftsspiel auf dem Nersinger Vereinsgelände. Um den Zuschauer-Ansturm bewältigen zu können, setzt der Nersinger Verein einen Bus-Shuttle-Service ein, der die Zuschauer vom Edeka-Markt im Einkaufszentrum „Riedle“ ab 14.30 Uhr kostenlos zum Sportplatz und wieder zurück fährt.

„Also insgesamt alles in bester Ordnung“, resümierte Hamann nach der Versammlung. „Einen Wermutstropfen gilt es trotzdem zu schlucken“, sagte er. Schatzmeisterin Claudia Schempf muss aus beruflichen Gründen ihr Amt aufgeben. Zwar ist noch kein Nachfolger in Sicht, weshalb Schempf das Amt bis Ende des Jahres kommissarisch weiter ausüben wird, aber auch bei personellen Engpässen ist Hamann zuversichtlich. Im Zweifelsfall könne man einen künftigen Schatzmeister auch bezahlen. Geld sei ja da.

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