Klinik Südallianz für neue Klinik in Illertissen

Kreis Neu-Ulm / cze 20.03.2017
Bürgermeister aus dem Süden verbünden sich. Sie fordern ein zentrales Krankenhaus.

Die Bürgermeister im südlichen Landkreis Neu-Ulm haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen. Die „Südallianz“ trete für ein neues Regionalkrankenhaus ein, teilt Illertissens Bürgermeister Jürgen Eisen in einer Presseerklärung der Allianz mit. Am 7. März haben sich demnach die Bürgermeister aus Illertissen, Altenstadt, Osterberg, Kellmünz, Oberroth, Unterroth und Bellenberg zusammengesetzt, um sich in der Klinikfrage abzustimmen. Karl Janson aus Vöhringen fehlte entschuldigt.

Auch einen Standort für das neue Krankenhaus haben die Bürgermeister schon in Blick: „Dieses Vorhaben könnte nach unserer Einschätzung im südlichen Teil von Illertissen, in der Nähe der Berufsschule, bestmöglich realisiert werden.“ Das Gelände sei über die Autobahn 7 sowie zwei Staatsstraßen „optimal angebunden“.  Dort könnten die Kliniken Illertissen und Weißenhorn in einem Neubau zusammengeführt werden. Was in der Konsequenz das Aus für den Klinikstandort Weißenhorn bedeuten würde. Der Fortbestand der Donauklinik in Neu-Ulm wird von der Allianz aktuell nicht infrage gestellt.

Wirtschaftliche Gründe

Der Standort des neuen Regionalkrankenhauses dürfe nach Überzeugung der Bürgermeister nicht in der Mitte des Landkreises liegen. Sondern in der „Mitte des Marktes“ – also im Mittelpunkt der Kliniken Memmingen und Ulm sowie Biberach und Krumbach. Hintergrund des Vorstoßes sei, dass in den vergangenen viereinhalb Monaten seit dem Bürgerentscheid Pro-Geburtshilfe keinerlei Fortschritte erkennbar seien. Zudem seien die bestehenden Kliniken in Illertissen und vor allem Weißenhorn zu klein, um dauerhaft wirtschaftlich betrieben werden zu können.

Alternativ könnten die beiden Kliniken auch zu „einer Marke an zwei Standorten“ zusammengeführt werden. Aber nur, „wenn dies politisch unbedingt gewünscht wird“.