Weißenhorn Stadt verlängert Erdgas-Vertrag

Haben den Erdgas-Vertrag verlängert (von links): Markus Kittl, Uwe Sommer (beide Schwaben Netz) und Bürgermeister Wolfgang Fendt. Foto: Carsten Muth
Haben den Erdgas-Vertrag verlängert (von links): Markus Kittl, Uwe Sommer (beide Schwaben Netz) und Bürgermeister Wolfgang Fendt. Foto: Carsten Muth
CARSTEN MUTH 17.11.2012
Schwaben Netz ist in den kommenden zehn Jahren für Ausbau und Wartung der Gasleitungen in Weißenhorn verantwortlich. Das regelt ein Vertrag, den die Stadt und das Unternehmen abgeschlossen haben.

43 Kilometer. So lange ist das Erdgasnetz in Weißenhorn. 1552 Haushalte sind angeschlossen. Für den Betrieb des Netzes in der Fuggerstadt ist seit vielen Jahren Schwaben Netz zuständig. Daran wird sich nichts ändern. Die Stadt Weißenhorn und Schwaben Netz, eine 100-prozentige Tochter von Erdgas Schwaben, haben die Fortsetzung ihrer Kooperation beschlossen und den so genannten Wegenutzungsvertrag verlängert. Das heißt: Auch in den kommenden zehn Jahren ist das Unternehmen für die Instandsetzung und den Ausbau der Erdgasleitungen in der 13 000-Einwohner-Stadt zuständig.

"Das ist ein Beitrag zur Energiewende", sagte Bürgermeister Wolfgang Fendt gestern bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus. Weißenhorn habe sich dem Schutz von Natur und Landschaft verschrieben. "Erdgas als klimaschonender Energieträger trägt dazu bei."

Schwaben Netz hatte sich in einer Ausschreibung gegen einige Mitbewerber durchgesetzt. Eine Überraschung war das nicht, meint Bürgermeister Fendt. Schließlich habe die Zusammenarbeit bislang funktioniert. "Es hat in den vergangenen Jahren nicht einen Störfall gegeben", betonte der Rathauschef. "Ich denke, wir haben da einen guten Partner an unserer Seite."

Schwaben Netz will das Erdgasnetz in Weißenhorn ausbauen, sich noch stärker engagieren. Schließlich soll in der Fuggerstadt in den kommenden Jahren auch ein Fernwärmenetz entstehen. Ziel ist, wie berichtet, Energie aus dem Weißenhorner Müllheizkraftwerk besser zu nutzen. Rund 100 000 Tonnen Müll werden in der Anlage im Eschach jährlich verbrannt.

Bei der Realisierung eines Fernwärmenetzes kooperiert Weißenhorn mit dem Landkreis. Offiziellen Angaben zufolge kommen als Abnehmer der Abwärme die Stiftungsklinik, Schulen, Rathaus, die sanierten Schlösser, das Freibad und Privathaushalte in Frage. Wer dieses Netz betreibt, ist offen. "Die Ausschreibungen laufen schon", sagt Bürgermeister Fendt. Schwaben Netz hat seine Bewerbung bereits eingereicht.