Wullenstetten Stadt Senden baut Kindergarten mit Krippe in Wullenstetten

Los gehts: Gestern Vormittag erfolgte der Spatenstich für den Bau des neuen Kindergartens im Sendener Stadtteil Wullenstetten. Neben Vertretern von Stadt und Kirche griffen auch einige Kinder beherzt zu den Schaufeln. Foto: Matthias Kessler
Los gehts: Gestern Vormittag erfolgte der Spatenstich für den Bau des neuen Kindergartens im Sendener Stadtteil Wullenstetten. Neben Vertretern von Stadt und Kirche griffen auch einige Kinder beherzt zu den Schaufeln. Foto: Matthias Kessler
CARSTEN MUTH 04.04.2013
Gut 1,4 Millionen Euro wird der Bau des katholischen Kindergartens in Wullenstetten kosten. Gestern war Spatenstich. Schon in neun Monaten soll die Einrichtung, die auch eine Krippe erhält, in Betrieb gehen.

Mit einem symbolischen Spatenstich hat gestern der Bau des neuen katholischen Kindergartens im Sendener Stadtteil Wullenstetten begonnen. Angesichts der Bedeutung und Größenordnung des städtischen Projekts geriet der Sendener Bürgermeister Kurt Baiker ins Schwärmen: Wullenstetten erhalte eine moderne und die Umwelt schonende Einrichtung, die sich wahrlich werde sehen lassen könne. "Heute schreiben wir Geschichte", sagte der Rathauschef während einer kleinen Feierstunde unter freiem Himmel und fügte hinzu. "Es ist ein historischer Tag für Senden und Wullenstetten."

Gebaut wird der Kindergarten auf dem früheren Gelände der Gärtnerei Suchant in der Langen Straße, direkt neben der Wirtschaftsschule. Dort entsteht für rund 1,4 Millionen Euro ein zweigeschossiges Gebäude, in dem auch eine Kinderkrippe untergebracht wird. Die Einrichtung ist für vier Kindergarten-gruppen mit insgesamt 100 Plätzen ausgelegt. In der Krippe können zwölf Mädchen und Jungen im Alter bis drei Jahren betreut werden. Der Außenbereich des Kindergartens ist fast 1500 Quadratmeter groß. Er werde den Kindern viel Platz zum Spielen bieten.

50 Parkplätze entstehen auf dem ehemaligen Suchant-Areal. Diese Stellplätze stehen allerdings auch der benachbarten Wirtschaftsschule zur Verfügung.

Im Oktober 2011 hatten sich Vertreter der Sendener Stadtratsfraktionen erstmals mit der Idee befasst, auf dem Gelände einen Kindergarten zu errichten. Bei der späteren Planung habe die Stadt dann neue Wege beschritten und erstmals einen Architektenwettbewerb für ein Projekt dieser Art ausgelobt, hieß es. Die Wahl fiel auf das Architekturbüro Berchtold aus Weißenhorn.

Was die Bauzeit betrifft, haben die Verantwortlichen ehrgeizige Pläne: Schon in neun Monaten soll die Einrichtung bezugsfertig sein und in Betrieb gehen. Klar ist: Die Stadt Senden wird als Bauherr öffentliche Fördergelder erhalten. Wie hoch die Summe ist, ist nicht bekannt. So oder so: Bürgermeister Baiker zeigte sich optimistisch, dass der anvisierte Kostenrahmen eingehalten wird. Vielleicht werde die Umsetzung des Vorhabens sogar etwas günstiger als kalkuliert.

Wie berichtet, müssen die Kommunen in diesem Jahr eine gesetzliche Vorgabe erfüllen und für ein Drittel aller Kinder unter drei Jahren Betreuungsplätze anbieten. Inklusive der zwölf Plätze, die nun im katholischen Kindergarten entstehen, stehen in Senden 84 Plätze zur Verfügung. Damit sieht die Stadt eigenen Angaben zufolge ihr Soll erfüllt. 84 Plätze müssten laut Bürgermeister für den Start genügen.