Bauen Stadt gibt Geld für Kirchen frei

Wullenstetten / Niko Dirner 12.07.2018

In den Kirchen in der Stadt Senden ist so einiges zu machen. Das wurde am Dienstag im Hauptausschuss des Stadtrates deutlich. Dieser beschloss mehrheitlich, dass sich die Kommune mit den üblichen 30 Prozent der Kosten an den Sanierungen beteiligen wird.

Mit Abstand der größte Betrag wird an die Pfarreiengemeinschaft Wullenstetten für „Mariä Verkündigung“ überwiesen: Mit 117 600 Euro ist die Stadt dabei, wenn Sakristei, Turm, Empore, Glockenstuhl und Dachstuhl saniert werden. Die Gesamtkosten werden auf fast eine Million Euro geschätzt, 60 Prozent übernimmt die Diözese. Da die Arbeiten erst 2019 stattfinden sollen, stimmten die Grünen und Anton Leger (Biss) dafür, über diesen Zuschuss erst bei den Haushaltsberatungen 2019 zu entscheiden. Die Mehrheit sagte jetzt schon zu, weil die Kirche eine Zusage für die weiteren Planungen benötigt.

45 000 Euro hat die Kommune heuer schon für die Instandsetzung des Dachstuhls in „St. Johannes Baptist“ in Aufheim im Etat vorgesehen. Am Dienstag nun stimmten die Räte einhellig dafür, 3300 Euro draufzusatteln. Zum einen, weil der Zimmerer teurer ist, als eingeplant. Und zum anderen, weil es sich als sinnvoll erweist, den Stuck gleich mitzusanieren und neu zu streichen. 170 000 Euro werden für die Aufheimer Kirche insgesamt fällig. Auch hier ist die Diözese mit 60 Prozent beteiligt.

In der Auferstehungskirche in Senden muss für 46 000 Euro der Glockenstuhl saniert werden. Auch hier sagte der Ausschuss ohne eine Gegenstimme den üblichen städtischen Zuschuss für denkmalgeschützte Gebäude zu, macht in Summe 13 800 Euro. Geld von der Landeskirche gibt es nach Angaben von Pfarrerin Kathrin Bohe nicht.

Klar ist: Die Stadt wird die Zuschüsse nur über Kredite finanzieren können. Ob der 30-Prozent-Zuschuss gehalten werden kann, müsse in den Haushaltsberatungen geklärt werden, meinte CSU-Fraktionschef Walter Wörtz.

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