Verkehr Spielstraße nicht möglich

Senden / Niko Dirner 14.06.2018

Aus der Sendener Hauptstraße soll zwischen Kemptener Straße und Bahnübergang ein verkehrsberuhigter Bereich werden. Das hat der Stadtrat bereits vor fünf Jahren beschlossen. Umgesetzt worden ist diese Entscheidung nie – was kürzlich moniert und am Dienstag im Hauptausschuss zu einer Antwort der Stadtverwaltung geführt hat. Die Kurzform: „Der Beschluss ist in dieser Form nicht umsetzbar.“

Denn, erklärt die Verwaltungsangestellte Martina Rupprecht, in einem verkehrsberuhigten Bereich oder einer Spielstraße dürfen anders als in Senden Fahrbahn und Gehwege nicht voneinander getrennt sein. Die „Fahrbahn“ müsse in voller Breite etwa Fußgängern oder spielenden Kindern zu Verfügung stehen. Zudem gebe es in der Sendener Hauptstraße zu viel Verkehr, bekanntlich vor allem Durchgangsverkehr, in einer Spielstraße müsse die „Aufenthaltsfunktion“ überwiegen.

Wie es in dem Statement weiter heißt, wäre aber die Umwandlung in einem „verkehrsberuhigten Geschäftsbereich“ mit Tempo 20 möglich. Das sollte aber mit Polizei und Landratsamt abgesprochen werden. Zumal weiter gewährleistet sein muss, dass die Linienbusse ungestört durchfahren können. Würde die Fahrbahn für Fußgänger freigegeben, könne dies „zu erheblichen Verzögerungen im Fahrplan führen“. Eine Diskussion gab es nicht, der Umbau der Hauptstraße ist aber so oder so eines der Großprojekte für die kommenden Jahre.