Soziales Spielerisch Senioren erfreut

Spielen verbindet Generationen: Pfadfinder-Aktion im Therese-Studer-Haus in Senden.
Spielen verbindet Generationen: Pfadfinder-Aktion im Therese-Studer-Haus in Senden. © Foto: Sonja Fiedler
Senden / Sonja Fiedler 16.04.2018

Kniffel, Rummikup und „Das verrückte Labyrinth“: Brettspiele aller Art warteten am Freitagnachmittag im Café des städtischen Seniorentreffs im Sendener Therese-Studer-Haus auf Spielwütige. Die kommunale Freiwilligenagentur Ehrenwert hatte gemeinsam mit den christlichen Pfadfindern „Royal Rangers“ zu einem generationsübergreifenden Spielenachmittag eingeladen. Der Raum füllte sich schnell – rund 20 Jugendliche in Pfadfinderkluft und ebenso viele Senioren verteilten sich in lockeren Runden an die Tische, um gemeinsam zu spielen.

„Spielen ist gesellig und verbindet“, sagte Melanie Gindler, Leiterin der Freiwilligenagentur. „Es geht uns darum, Spaß zu haben und Generationen zusammenzubringen.“ Die „Royal Rangers“ waren im Vorjahr bereits zu einem Handy-Workshop im Seniorentreff zu Gast, beide Seiten wünschten sich eine erneute Kooperation. „Die Jugendlichen sind alle gern und freiwillig hier“, sagte Stefan Ostrowski, Leiter der Pfadfindergruppe. Häufig verbringen die 13- bis 16-Jährigen ihre Gruppenstunden im Freien, auch im Winter, machen ein Feuer oder gehen an den See. „Heute sind alle hergekommen.“

In Nebenzimmer warteten Julian und Dominik auf Spielpartner für die Spielkonsole Wii. „Ich hoffe, dass die gut ankommt“, sagte Ostrowski. Nach erstem Zögern probierten sich schließlich die ersten Damen an der Konsole mit Bewegungssensor beim virtuellen Bowling. „Mit dem Arm nach vorn und hinten, wie beim richtigen Bowlen“, erklärte Julian geduldig. Für Violetta Girschikofsky war es die erste Begegnung mit der Wii. „Ja, das hat mir gefallen“, sagte sie begeistert. Sie finde es toll, dass die Jugendlichen sich auf das Generationenprojekt einlassen: „Mit den Jungen zu spielen, macht Spaß, das ist etwas ganz anderes.“

Jubel an der Spielkonsole

Nach einer guten Stunde füllte sich der Nebenraum, immer mehr Zuschauer drängten sich interessiert um die Wii-Konsole, versuchten sich selbst an dem virtuellen Spiel oder jubelten den Spielern zu wie auf einer echten Bowlingbahn. Doch auch die Tische mit den Brettspielen blieben gut besetzt, immer neue Spielgruppen fanden sich zu Mensch-ärger-dich-nicht und „Wer wird Millionär“ zusammen.

„Schön, dass so viele gekommen sind“, freute sich Gindler, die auch den Seniorentreff leitet. In Zukunft möchte sie regelmäßig einen offenen Spieletreff in ihrem Haus anbieten, vielleicht sogar jeden Freitagnachmittag.

Jung hilft Alt: Die Pfadfinder machen es vor

Mit Gott Die „Royal Rangers“ sind eine internationale und überkonfessionelle christliche Pfadfinderschaft. Den Sendener Stamm, er hat die Nummer 293, gibt es seit Herbst 2002. Bei den Treffen werden nach eigenen Angaben unter anderem die Pfadfindertechniken eingeübt, etwa Knoten und Feuer machen, der Umgang mit Werkzeug. Auf dem Programm stehen auch Erste Hilfe, das Erlernen sozialer Kompetenzen, die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Info: www.rr293.de.

Premiere Wie verschicke ich Fotos auf dem Handy? Wie kann ich mein Passwort erneuern? Wie installiere ich eine App? Viele Fragen rund um Smartphone, Tablet und Laptop haben im Mai 2017 rund 20 Pfadfinder beim ersten generationenübergreifenden Projekt in Senden interessierten Senioren beantwortet. Der Workshop kam als Premiere der neuen Zusammenarbeit so gut an, dass neue Projekte angedacht wurden.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel