Trend Spezialitäten auf die Hand in Senden

Vor manchen der teils originellen Streetfood-Stände standen die Besucher Schlange.
Vor manchen der teils originellen Streetfood-Stände standen die Besucher Schlange. © Foto: Sonja Fiedler
Senden / Sonja Fiedler 09.07.2018

Indonesisches Reisgericht mit Chili-Kurkuma-Sauce oder mexikanische Quesadillas Tre colores? In der Sendener Innenstadt hatten die Besucher am Wochenende die Qual der Wahl. Zum ersten Mal fand ein Streetfood-Markt in der Illerstadt statt. „Wir sagen nein zum Fastfood aus der Schachtel und freuen uns auf originelles, echtes und mit viel Liebe zubereitetes Essen“, hieß es in der Facebook-Ankündigung des Günzburger Veranstalters.

27 Verkaufsstände tummelten sich rund um den Marktplatz, viele davon in origineller Gestalt, wie etwa ein alter Schulbus oder im Flower-Power-Look mit Blümchen. Bei schönem Wetter strömten viele Interessierte auf den Platz und schauten sich um, was dort zwischen dem portugiesischem Gebäck „Pastel de Nata“ und Straußenfleisch mit Käse, Whiskey und Zwiebeln ihren Geschmack treffen könnte.

„Die Leute sind sehr neugierig, es sind viele da“, sagte Kevin Alizade von den „Illerbuben“ aus Neu-Ulm am Samstag. Ob die Gäste allerdings viel kaufen würden oder nur schauen, wüsste er auch nicht. „Bei uns lief es mittags jedenfalls gut.“ Ihre Spezialität: Burger „Buben Special“ mit Rindfleisch, glasierten Zwiebeln, Südtiroler Speck und viel Gemüse. „Alles regional und nachhaltig.“ Für Chris aus Ulm offensichtlich das Richtige, schon ging der frisch gegrillte Burger über den Tresen. Ein kleines Mädchen war für Experimente nicht zu haben: „Ich will auf jeden Fall Pommes“, rief sie laut. Und zum Glück gab es auch welche, bei „Surf ’n’ Fries“ aus Freiberg am Neckar, auf Wunsch auch mit Chili con Carne. Dort standen die Leute Schlange, vielleicht auch, weil gleich nebenan die Hüpfburg für die Kleinsten positioniert war.

Weniger zu tun hatten die Damen vom Strudelhaus Poushe in Stuttgart. „Es ist ziemlich ruhig hier“, sagten sie. Strudel mit Apfel-Zimt-Füllung oder Schokolade schienen am warmen Julinachmittag nicht den Nerv des Publikums zu treffen. „Komisch ist, dass die Leute die veganen Strudel nicht interessant finden.“. Das sei in großen Städten wie Köln oder Bremen anders. Anders bei den Jungs von T-Icy: Für ihre frisch hergestellten Eisteesorten wie „White Cherry“ und „Mango Tango“ sei das Wetter perfekt, sagte Geschäftsführer Kevin Oberthür. Er sei sich sicher, dass am Abend noch mehr Publikum komme: „Das ist in kleinen Städten immer so“.

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