Nersingen SPD-Vorsitzender Arbeiter will Amt 2017 abgeben

Der neue Vorstand der SPD in Nersingen: (von links) Jakob Hügel, Sabine Krätschmer, Axel Arbeiter und Fabian Kaimer.
Der neue Vorstand der SPD in Nersingen: (von links) Jakob Hügel, Sabine Krätschmer, Axel Arbeiter und Fabian Kaimer. © Foto: Matthias Sauter
Nersingen / MATTHIAS SAUTER 20.07.2015
Seit acht Jahren führt Axel Arbeiter die Nersinger SPD. 2017 will er als Vorsitzender des Ortsverbands aufhören. Das gab der Sozialdemokrat in der Hauptversammlung am Wochenende bekannt.
Axel Arbeiter bleibt für weitere zwei Jahre Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Nersingen. In der Hauptversammlung bestätigten die neun anwesenden Mitglieder den 49-Jährigen einstimmig im Amt. Allerdings kündigte Arbeiter seinen Rückzug für das Jahr 2017 an: „Ich stelle mich heute zum letzten Mal zur Verfügung, da ich nicht mehr die Energie habe, neben meinem Beruf hier Akzente zu setzen und Veranstaltungen zu organisieren.“ Arbeiter rief die Mitglieder auf, in den kommenden beiden Jahren einen Nachfolger zu suchen.

Beherrschendes Thema der Veranstaltung im Straßer „Kupferdach“ war die Flüchtlingspolitik: Rund 50 Flüchtlinge werden, wie berichtet, in den nächsten Tagen in die neue Asylbewerber-Unterkunft im Ortsteil Unterfahlheim einziehen. „Persönlich hat es mich positiv überrascht, dass es keine großen und schon gar keine fremdenfeindlichen Widerstände gegeben hat“, sagte Arbeiter. Der Sozialdemokrat lobte die ehrenamtliche Arbeit des neuen Helferkreises Asyl. Nach wie vor werde aber intensiv ein geeigneten Raum für eine Kleiderkammer gesucht.

Arbeiter äußerte sich zum geplanten B 10-Ausbau in Richtung Ulm. „Wenn wir hier in Nersingen keinen Rückstau bis in die Gemeinde haben wollen, dann brauchen wir diese Erweiterung.“ Die eingereichten Klagen könnten das Projekt jedoch jahrelang blockieren. Dagegen freute sich der Vorsitzende über die im Gemeinderat gebilligte Richtlinie zur Baulandausweisung: „Es ist uns gelungen, dafür Sorge zu tragen, bezahlbares Bauland in Zukunft möglich zu machen.“

Kritische Töne äußerte der frühere Vorsitzende und 60-plus-Beauftragte Walter Eckstein. Er beklagte sich darüber, dass die Aktivitäten des Ortsvereins zu wünschen übrig ließen. „Insbesondere beim Thema Asyl gibt es zwar viele Stammtischgespräche, aber nur wenige Info-Veranstaltungen.“

Bei den Neuwahlen bestätigten die Mitglieder neben Arbeiter auch die stellvertretende Vorsitzende Sabine Krätschmer im Amt. Zur Schriftführerin wurde Nicole Schilder gewählt, neuer Kassierer ist Jakob Hügel. Als Jugendbeauftragter fungiert Fabian Kaimer, 60-plus-Beauftragter bleibt Walter Eckstein.