Weißenhorn Spatenstich für Bau der Multifunktionshalle in Weißenhorn

Die Stadt Weißenhorn erhält bald eine neue Multifunktionshalle. Gebaut wird das Mehrzweckgebäude auf dem früheren Molfenter-Areal in direkter Nachbarschaft zur städtischen Realschule. Gestern Nachmittag erfolgte der offizielle Baubeginn mit einem symbolischen Spatenstich. Foto: Matthias Kessler
Die Stadt Weißenhorn erhält bald eine neue Multifunktionshalle. Gebaut wird das Mehrzweckgebäude auf dem früheren Molfenter-Areal in direkter Nachbarschaft zur städtischen Realschule. Gestern Nachmittag erfolgte der offizielle Baubeginn mit einem symbolischen Spatenstich. Foto: Matthias Kessler
Weißenhorn / CARSTEN MUTH 05.04.2013
Weißenhorn hat eine weitere Großbaustelle: Mit dem Spatenstich hat am Donnerstagnachmittag der neun Millionen Euro teure Bau einer Multifunktionshalle begonnen. Im kommenden Jahr soll das Gebäude stehen.

Für neun Millionen Euro lässt die Stadt Weißenhorn seine beiden Schlösser sanieren. Von kommenden Herbst an sollen sie Sitz der Verwaltung werden. Seit gestern hat Weißenhorn eine weitere Großbaustelle: Auf dem früheren Molfenter-Gelände nahe der Realschule entsteht eine neue Multifunktionshalle. Kosten: ebenfalls rund neun Millionen Euro. "Der Bau einer solchen Halle ist etwas Riesiges für unsere Stadt", sagte Bürgermeister Wolfgang Fendt beim symbolischen Spatenstich.

Die Mehrzweckhalle soll rund 500 Zuschauern Platz bieten. Der Gebäudekomplex erhält zwei Turnhallenfelder, eine große Bühne für Theateraufführungen und Konzerte sowie einen Foyer-Anbau, der für Empfänge genutzt werden kann. Die Halle soll schwerpunktmäßig von der benachbarten Realschule mit ihren 760 Schülern und den örtlichen Vereinen genutzt werden. Die Realschule benötigt die Halle auch für ihren Ganztagesbetrieb.

Das Gebäude erhält ein Flachdach und eine Fassade aus einem rot-braunen Corten-Stahl. Die Zufahrt erfolgt von der Illerberger Straße aus. Südlich des Gebäudes wird ein Parkplatz mit 133 Stellplätzen angelegt.

Die Stadt erhält Zuschüsse, zunächst vom Kreis Neu-Ulm, der sich mit 2,1 Millionen Euro beteiligt. Der Freistaat Bayern steuert weitere 1,4 Millionen bei, wie Regierungspräsident Karl Michael Scheufele bestätigte. Vor einigen Wochen hatte sich das noch ganz anders angehört. Damals hieß es: Die Staatsregierung wird erst einmal keine Mittel für den Hallenbau zur Verfügung stellen. Die Finanzspritze aus der Landeshauptstadt werde auf sich warten lassen, mutmaßte auch der Weißenhorner Bürgermeister. Dazu passte, dass der Rathauschef den Landkreis als "verlässlichen Partner" bezeichnete. Was den Freistaat betrifft, habe er diesbezüglich "Bedenken", sagte Fendt Ende vergangenen Jahres. Gestern lobte er die Regierung von Schwaben und den Regierungspräsidenten. Ohne dessen Einsatz wäre das Projekt nicht zustande gekommen, hieß es.

Trotz der damals noch fehlenden Zuschuss-Zusage aus München hat die Regierung von Schwaben vor drei Monaten die vorzeitige Baufreigabe erteilt. Diese Freigabe erhielten die Weißenhorner jedoch nur, nachdem sie sich bereiterklärt hatten, das Bauprojekt "vorzufinanzieren". Die Weißenhorner Stadträte stimmten einer entsprechenden Vereinbarung zwischen Stadt und Regierung zähneknirschend zu.

Im kommenden Jahr soll die Mehrzweckhalle in Betrieb gehen. Die Bauzeit beträgt mindestens zwölf Monate. Bürgermeister Fendt geht davon aus, dass es keine bösen Überraschungen gibt, die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, die anvisierte Bauzeit eingehalten wird. Schließlich sei die Planung "ausgezeichnet".

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